Wo werden unsere Daten gespeichert und verarbeitet?
Ausschließlich in Deutschland, in einem Rechenzentrum in Frankfurt am Main. Speicherung, Verarbeitung, Logs und Backups bleiben in der deutschen beziehungsweise EU-Jurisdiktion. Die KI-Modelle werden gemeinsam mit Ihnen gewählt; wenn Sie ausschließlich europäische Anbieter wünschen, richten wir das so ein.
Braucht GM-DocuStream Zugriff auf unser Postfach oder unseren Server?
Nein. Auftragsmails werden an ein Postfach von GM-DocuStream weitergeleitet oder im Dashboard hochgeladen. Die Übergabe ins Speditionsprogramm läuft über einen SFTP-Server, den MHV Systems bereitstellt, oder über die API Ihres Systems. Ein Zugang zu Ihren internen Systemen ist nicht nötig.
Wie ist sichergestellt, dass unsere Daten von denen anderer Kunden getrennt sind?
Jeder Mandant hat eigene Datenbank-Instanzen, eigene Secrets und eigene Konfiguration. Die Trennung gilt auf Datenbank- und Anwendungsebene; ein Datenabfluss zwischen Mandanten ist technisch ausgeschlossen. Innerhalb Ihres Unternehmens steuert ein Rollen- und Rechtesystem, wer welche Mandanten und Aufträge sieht.
Welche Zertifizierungen gibt es?
Das Rechenzentrum, in dem GM-DocuStream läuft, wird regelmäßig unabhängig auditiert, unter anderem nach ISO 27001, SOC 2 Type II, SOC 3, ISO 22301, CSA STAR Level 1 und PCI-DSS. MHV Systems als Unternehmen ist nicht selbst zertifiziert; wir verantworten die Plattform- und Prozesssicherheit und dokumentieren sie in den TOMs. Prüfberichte der Infrastruktur stellen wir auf Anfrage gegen NDA bereit.
Werden unsere Auftragsdaten genutzt, um KI-Modelle zu trainieren?
Nein. Ein Training mit Ihren Daten findet ohne Ihre ausdrückliche Freigabe nicht statt, weder für das eigene Modell von MHV Systems noch bei einem Drittanbieter. Ein Wechsel des eingesetzten Modells erfolgt nur nach Rückfrage bei Ihnen.
Gibt es eine Dublettenprüfung?
Beim manuellen Upload von PDF-Dokumenten im Dashboard prüft die Software, ob das Dokument bereits verarbeitet wurde. Beim Abgleich mit den Stammdaten fängt ein unscharfer Abgleich Schreibvarianten von Kunden und Adressen ab, damit keine doppelten Zuordnungen entstehen.
Was passiert, wenn unser TMS vorübergehend nicht erreichbar ist?
Freigegebene Aufträge bleiben in der Export-Warteschlange. Sobald die Verbindung wieder steht, werden sie automatisch übergeben, mit Quittung. Ein Export lässt sich außerdem jederzeit manuell und identisch neu erzeugen, weil Original und angewandte Regeln protokolliert sind.
Können wir das Originaldokument später einsehen?
Ja. Die Original-E-Mail, das PDF und etwaige Tabellen werden unverändert archiviert und bleiben mit dem Auftrag verknüpft. Im Dashboard liegt das Original neben dem ausgelesenen Auftrag; zusätzlich werden E-Mail und PDF dem Auftrag im Speditionsprogramm beigelegt.
Was passiert, wenn sich Regeln oder das KI-Modell ändern?
Änderungen werden versioniert und zunächst im Shadow-Mode mitgeführt, ohne produktive Aufträge zu verändern. Erst nach Prüfung werden sie freigegeben, auf Wunsch nur für einzelne Mandanten oder Standorte. Ein Rollback auf die vorherige Version ist jederzeit möglich.
Kommt GM-DocuStream mit dem Format unseres Speditionsprogramms zurecht?
In der Einrichtung erstellen wir eine Feldzuordnung, die die ausgelesenen Daten in das Format Ihres Systems überträgt: XML, JSON oder CSV nach Vorgabe des Herstellers, bei Bedarf Fortras 100, oder direkt über die API. Für elf Speditionsprogramme ist das bereits beschrieben.
Ist ein Betrieb im eigenen Firmennetz möglich?
Der Standard ist das Hosting in Frankfurt. Für besondere Anforderungen sprechen Sie uns an; ob ein Betrieb in Ihrer Infrastruktur sinnvoll ist, klären wir mit Ihrer IT im Gespräch.
Erfüllen wir mit GM-DocuStream die Anforderungen der DSGVO?
Sie erhalten eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, die Dokumentation der technischen und organisatorischen Maßnahmen und die Liste der Subprozessoren. Löschfristen sind konfigurierbar, jeder Zugriff und jede Änderung ist im Audit-Trail nachvollziehbar.