Kitting: Ablauf, Vorteile und Abgrenzung
Kitting in der Logistik: wie Teilesätze für Montage und Versand entstehen, Kitting im Lager und in der Produktion und der Unterschied zur Kommissionierung.
Kitting in der Logistik: wie Teilesätze für Montage und Versand entstehen, Kitting im Lager und in der Produktion und der Unterschied zur Kommissionierung.
Kitting ist das Zusammenstellen mehrerer Einzelteile zu einem Teilesatz, dem Kit, der als Einheit bereitgestellt wird. In der Produktion erhält ein Montageplatz so alle Teile für einen Arbeitsgang in einem Behälter. Im Lager und im Versandhandel bezeichnet Kitting das Bündeln mehrerer Artikel zu einem Set mit eigener Artikelnummer.
Kitting bezeichnet das Zusammenstellen von Einzelteilen zu einem Kit, also einem Teile- oder Bausatz. Grundlage ist eine Stückliste, die festlegt, welche Teile in welcher Menge zu einem Kit gehören. Das fertige Kit wird als Einheit transportiert, gebucht und bereitgestellt. Im Deutschen spricht man auch von Bausatzbildung oder satzweiser Bereitstellung.
Der Begriff wird in zwei Zusammenhängen verwendet:
Die Kommissionierung stellt Teilmengen aus einem Gesamtsortiment nach einem Auftrag zusammen. Kitting ist eine besondere Form davon: Das Ergebnis ist kein beliebiger Auftrag, sondern ein festgelegter Teilesatz, der zu einem Produkt oder Arbeitsschritt gehört und etwa in einem eigenen Behälter mit fester Anordnung bereitgestellt wird. Das Kit bildet anschließend eine neue logistische Einheit.
Abzugrenzen ist auch Just-in-Sequence. Dabei werden Teile einer Art in der Reihenfolge der Produktion angeliefert. Beim Kitting werden verschiedene Teile zu einem Satz kombiniert. Beide Verfahren lassen sich verbinden, etwa wenn Kits in der Reihenfolge der Fertigungsaufträge an das Band gehen.
Kitting kann an verschiedenen Stellen der Intralogistik erfolgen:
In der Montage unterscheidet man stationäre Kits, die an einem festen Arbeitsplatz verbraucht werden, und mitlaufende Kits, die das Produkt über mehrere Stationen begleiten. Welche Variante passt, hängt vom Aufbau der Produktionslogistik ab.
Vorteile:
Nachteile:
Für Teile mit hohem, gleichmäßigem Verbrauch kann die Bereitstellung im Originalbehälter wirtschaftlicher sein. Kitting kommt besonders in Betracht bei vielen Varianten, kleinen Teilen und wenig Platz am Arbeitsplatz.
Ein Hersteller von Schaltschränken montiert viele kundenspezifische Varianten. Für jeden Schrank stellt das Lager anhand der Stückliste ein Kit mit Klemmen, Relais, Kabelkanälen und Befestigungsmaterial zusammen. Das Kit kommt in einem Behälter mit festen Fächern an den Montageplatz. Der Monteur arbeitet die Fächer ab und erkennt am Ende an einem vollen Fach sofort, dass ein Teil noch nicht verbaut wurde.
Kitting kommt vom englischen Wort kit für Bausatz oder Satz. Im Deutschen wird es mit Bausatzbildung oder satzweiser Bereitstellung umschrieben oder als Kitting übernommen.
Ein Kit ist ein festgelegter Satz von Teilen, der als Einheit bereitgestellt wird. Welche Teile in welcher Menge dazugehören, regelt eine Stückliste.
Das Kitting kann das produzierende Unternehmen selbst in seinem Lager oder in einem Bereich nahe der Produktion übernehmen. Es kann auch an Logistikdienstleister vergeben werden, die es als Mehrwertdienst in der Kontraktlogistik anbieten.
Einen allgemeinen Preis gibt es nicht. Die Kosten hängen unter anderem von der Zahl der Teile je Kit, den Stückzahlen, der Prüftiefe und den benötigten Behältern ab.