River Information Services (RIS): Dienste, Technik
River Information Services (RIS): welche Dienste dazugehören, wie Inland AIS und elektronische Meldungen funktionieren und was die RIS-Richtlinie regelt.
River Information Services (RIS): welche Dienste dazugehören, wie Inland AIS und elektronische Meldungen funktionieren und was die RIS-Richtlinie regelt.
River Information Services (RIS), auf Deutsch Binnenschifffahrtsinformationsdienste, sind harmonisierte Informationsdienste für Verkehrs- und Transportmanagement in der Binnenschifffahrt. Dazu gehören Fahrwasserinformationen, Schiffsverfolgung per Inland AIS, elektronische Meldungen und Nachrichten für die Binnenschifffahrt. Den Rahmen in der EU setzt die RIS-Richtlinie 2005/44/EG.
River Information Services (RIS), auf Deutsch Binnenschifffahrtsinformationsdienste, sind harmonisierte Informationsdienste zur Unterstützung des Verkehrs- und Transportmanagements in der Binnenschifffahrt. Grundlage in der EU ist die Richtlinie 2005/44/EG über harmonisierte Binnenschifffahrtsinformationsdienste, kurz RIS-Richtlinie. Sie soll Sicherheit und Effizienz der Binnenschifffahrt verbessern und die Verknüpfung mit anderen Verkehrsträgern erleichtern.
RIS ist kein einzelnes Programm, sondern ein Sammelbegriff für Dienste und technische Systeme, die Daten zwischen Schiffen, Wasserstraßenverwaltungen, Häfen und Transportbeteiligten austauschen. Das Schiffsidentifizierungssystem Inland AIS ist ein Baustein davon, aber nicht mit RIS gleichzusetzen. Die Richtlinie gilt für Binnenwasserstraßen, nicht für die Seeschifffahrt.
Die RIS-Richtlinie nennt in ihren Begriffsbestimmungen folgende Dienste:
Für die Umsetzung schreibt die Richtlinie vier technische Bausteine vor, die über gemeinsame technische Spezifikationen harmonisiert werden:
Auf dem Rhein schreibt die Rheinschifffahrtspolizeiverordnung in § 4.07 seit dem 1. Dezember 2014 grundsätzlich ein Inland-AIS-Gerät vor, das ständig eingeschaltet sein muss. Dazu kommt grundsätzlich ein Inland-ECDIS-Gerät im Informationsmodus. Ausnahmen gelten unter anderem für Kleinfahrzeuge und für Schubleichter ohne eigenen Antrieb.
Elektronisch melden müssen auf dem Rhein unter anderem Containerschiffe, Tankschiffe und Schiffe mit Gefahrgut. Die niederländische Wasserstraßenverwaltung Rijkswaterstaat stellt dafür die kostenlose Meldesoftware BICS bereit.
In Deutschland stellt die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes über ELWIS (Elektronischer Wasserstraßen-Informationsservice) Informationen für die Schifffahrt bereit, darunter Wasserstände und Bekanntmachungen.
Setzen Speditionen das Binnenschiff im multimodalen Verkehr ein, laufen der Vorlauf zum Hafen und der Nachlauf vom Hafen zum Empfänger per Lkw oder Bahn. RIS-Daten helfen, diese Etappen abzustimmen:
Werden diese Informationen in das TMS übernommen, sehen Disponenten den Status der Schiffsetappe neben Lkw- und Bahnsendungen. Kunden erhalten so im Tracking & Tracing auch für den Wasserweg einen nachvollziehbaren Status.
RIS steht für River Information Services, auf Deutsch Binnenschifffahrtsinformationsdienste. Gemeint sind harmonisierte Informationsdienste für Verkehrs- und Transportmanagement auf Binnenwasserstraßen, die in der EU auf der Richtlinie 2005/44/EG beruhen.
Auf dem Rhein ja: Seit dem 1. Dezember 2014 müssen Fahrzeuge dort grundsätzlich ein ständig eingeschaltetes Inland-AIS-Gerät an Bord haben. Ausgenommen sind unter anderem Kleinfahrzeuge und Schubleichter ohne eigenen Antrieb.
ELWIS ist der Elektronische Wasserstraßen-Informationsservice der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Dort stehen unter anderem Wasserstände und Bekanntmachungen für die Binnenschifffahrt bereit.
BICS ist eine kostenlose Software der niederländischen Wasserstraßenverwaltung Rijkswaterstaat für elektronische Meldungen in der Binnenschifffahrt. Schiffsführer übermitteln damit Reise-, Schiffs- und Ladungsdaten an die Wasserstraßenverwaltungen.