

Lange Zeit war „CO2-Kompensation“ das Schlagwort der Stunde. Unternehmen pflanzten Bäume in fernen Ländern, um ihre Emissionen auszugleichen. Doch 2026 hat sich der Fokus verschoben. Das neue Ziel heißt Carbon Insetting. Anstatt außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette nach Lösungen zu suchen, investieren Unternehmen direkt in ihre eigenen Prozesse. Aber was bedeutet das konkret für Transport und Logistik?
Carbon Insetting bezeichnet die Praxis, Emissionen direkt dort zu reduzieren, wo sie entstehen: innerhalb der eigenen Lieferkette.
Während beim Offsetting (Kompensation) Geld in externe Projekte fließt (z. B. Waldschutz in Südamerika), fließt beim Insetting das Kapital in die Dekarbonisierung der eigenen Logistikwege oder der Vorlieferanten.
Wie sieht das in der Umsetzung aus? Hier sind drei gängige Ansätze:
Die regulatorischen Daumenschrauben ziehen an. Mit der Einführung von CBAM und strengeren Grenzwerten wird „grüne Logistik“ vom Marketing-Goodie zur harten Geschäftsanforderung. Wer heute in Insetting investiert, sichert sich die Aufträge der großen Verlader von morgen.
FazitCarbon Insetting ist mehr als nur ein Trend. Es ist die logische Weiterentwicklung des Klimaschutzes in einer globalisierten Welt. Es schafft echte Werte in der eigenen Lieferkette und stärkt die Resilienz gegenüber regulatorischen Änderungen.