Direktversand: Streckengeschäft und Drop Shipping
Direktversand im Handel: wie Streckengeschäft und Drop Shipping ablaufen, Vor- und Nachteile und der Unterschied zum Direktverkehr im Transport.
Direktversand im Handel: wie Streckengeschäft und Drop Shipping ablaufen, Vor- und Nachteile und der Unterschied zum Direktverkehr im Transport.
Direktversand ist der Versand von Ware unmittelbar vom Hersteller oder Lieferanten an den Endabnehmer, ohne dass sie über das Lager des Händlers läuft. Im Handel spricht man von Streckengeschäft oder Direktlieferung, im Onlinehandel von Drop Shipping. Zu unterscheiden ist der Direktverkehr, also der Transport ohne Zwischenumschlag.
Direktversand bedeutet, dass Ware unmittelbar vom Hersteller oder Lieferanten an den Endabnehmer geht, ohne über das Lager des Händlers zu laufen, der sie verkauft hat. Der Händler kauft und verkauft die Ware, bewegt sie aber physisch nicht selbst. Je nach Branche gibt es dafür mehrere Bezeichnungen:
Umgangssprachlich wird „direkter Versand“ auch für Transporte ohne Zwischenumschlag benutzt. Dafür ist Direktverkehr der genauere Begriff.
Warenfluss und Rechnungsfluss laufen also getrennt. Soll der Kunde den Lieferanten nicht erfahren, wird mit neutralen Papieren versendet. Dieses Verfahren ist unter Blindsendung und Neutralversand beschrieben. Umsatzsteuerlich handelt es sich beim Streckengeschäft um ein Reihengeschäft, wenn die Ware unmittelbar vom ersten Unternehmer an den letzten Abnehmer gelangt. § 3 Abs. 6a UStG regelt dafür, welcher Lieferung in der Kette die Warenbewegung zuzuordnen ist. Das ist vor allem bei grenzüberschreitenden Lieferungen wichtig.
Direktversand beschreibt den Warenweg zwischen Handelspartnern: Wer schickt die Ware an wen, und läuft sie über das Lager des Händlers oder nicht. Direktverkehr beschreibt die Transportform: Die Sendung fährt ohne Umschlag in einem Depot vom Absender zum Empfänger.
Beides lässt sich kombinieren, ist aber unabhängig voneinander. Eine Streckenlieferung kann als Komplettladung direkt zum Empfänger fahren oder als einzelne Palette im Sammelgutverkehr über mehrere Umschlagpunkte. Im Onlinehandel kann Drop Shipping über Paketdienste laufen. Abzugrenzen ist außerdem das Fulfillment: Dort liegt die Ware des Händlers im Lager eines Dienstleisters, der Lagerung, Kommissionierung und Versand übernimmt.
Vorteile:
Nachteile:
Beim Direktversand können Auftraggeber, Absender und Empfänger auseinanderfallen. Der Händler beauftragt den Transport, der Lieferant lädt, der Kunde des Händlers empfängt. Im Transportauftrag müssen deshalb Ladestelle, Lieferadresse, Rechnungsempfänger und die Referenzen aller Beteiligten eindeutig zugeordnet sein. Dazu kommen Hinweise auf neutrale Papiere und ein Avis an den Empfänger, der die Ware nicht beim Absender bestellt hat und ihn unter Umständen nicht kennt.
Ein Beispiel ist der Baustoffhandel: Ein Händler verkauft Dämmstoffe an ein Bauunternehmen, der Hersteller liefert direkt auf die Baustelle. Die Spedition holt beim Hersteller ab, stellt auf der Baustelle zu und rechnet mit dem Händler ab. Fehlt im Auftrag die Baustellenadresse oder ein Ansprechpartner vor Ort, kann der Fahrer die Ware nicht zustellen. Sorgfältige Auftragserfassung ist hier besonders wichtig.
Solche Aufträge kommen oft als E-Mail mit PDF oder Excel-Liste. GM-DocuStream liest sie aus, gleicht die Adressen mit den Stammdaten des TMS ab und übergibt jeden vom Disponenten geprüften und freigegebenen Auftrag an das TMS.
Im Kern ja. In beiden Fällen liefert der Lieferant direkt an den Kunden des Händlers. Drop Shipping ist die im Onlinehandel übliche Bezeichnung, Streckengeschäft der Begriff aus dem Groß- und Baustoffhandel.
Physisch versendet der Lieferant, er ist also die Ladestelle. Den Transport beauftragt je nach Vereinbarung der Lieferant oder der Händler. Wer im Frachtbrief als Absender steht, richtet sich nach dem Frachtvertrag und den Lieferbedingungen.
Gegenüber dem Frachtführer gelten die Regeln des Frachtvertrags. Im Verhältnis zwischen Lieferant, Händler und Kunde entscheiden die jeweiligen Kaufverträge und vereinbarten Lieferbedingungen, wer das Transportrisiko trägt.
Nur, wenn Papiere und Verpackung den Lieferanten zeigen. Für Händler, die das vermeiden wollen, gibt es den Neutralversand mit neutralen Lieferscheinen und Etiketten.