Handlingkosten: Bestandteile und Abrechnung
Handlingkosten im Lager und Umschlag: welche Tätigkeiten dazugehören, wie die Kosten je Palette oder Position berechnet und abgerechnet werden.
Handlingkosten im Lager und Umschlag: welche Tätigkeiten dazugehören, wie die Kosten je Palette oder Position berechnet und abgerechnet werden.
Handlingkosten sind die Kosten für das physische Bewegen und Bearbeiten von Waren, etwa beim Entladen, Ein- und Auslagern, Kommissionieren, Umschlagen und Verladen. Sie entstehen im Lager und an Umschlagpunkten und werden von den Transportkosten und den Kosten für die Lagerung selbst abgegrenzt.
Handlingkosten sind die Kosten für das physische Bewegen und Bearbeiten von Waren, etwa beim Entladen, Ein- und Auslagern, Kommissionieren, Umschlagen und Verladen. Sie werden auch Umschlagskosten genannt. In Angeboten und Rechnungen werden sie auch als Handlinggebühr oder Handling Charge bezeichnet.
Handlingkosten sind von zwei anderen Kostenarten abzugrenzen:
In der Kostenrechnung eines Lagers lassen sich die Lagerkosten in Umschlags-, Lagerungs-, Verwaltungs- und Kommissionierkosten gliedern.
In der Seefracht werden die Kosten für das Umschlagen von Containern im Hafen als Terminal Handling Charges (THC) berechnet.
Ein großer Teil dieser Kosten ist fix. Sinkt die bearbeitete Menge, steigen deshalb die Handlingkosten je Einheit.
Die Kosten je Einheit ergeben sich aus den Kosten des Bereichs in einem Zeitraum, geteilt durch die Zahl der in diesem Zeitraum bearbeiteten Einheiten. Als Bezugsgröße dienen je nach Tätigkeit Paletten, Packstücke, Sendungen, Positionen, Picks oder Gewicht, zum Beispiel je 100 kg. Werden die Kosten für einzelne Tätigkeiten getrennt ermittelt, etwa für Einlagerung, Auslagerung und Kommissionierung, spricht man von Prozesskostensätzen. Sie zeigen genauer, welcher Kunde oder welcher Auftrag welche Kosten verursacht.
Im Lagergeschäft und in der Kontraktlogistik können Handlingleistungen getrennt vom Lagergeld vereinbart werden. Mögliche Abrechnungseinheiten sind:
Grundlage der Abrechnung sind die Mengen aus dem Auftrag und aus den Buchungen im Lager. Fehlt im erfassten Auftrag eine Palette oder ist die Zahl der Packstücke falsch, wird die Leistung falsch berechnet. Deshalb hängt eine korrekte Abrechnung auch von der Auftragserfassung ab. Kommen Aufträge per E-Mail, als PDF oder Excel-Liste, liest GM-DocuStream die Angaben aus, der Disponent prüft und gibt sie frei, und die Daten werden an das TMS übergeben.
Einen allgemeingültigen Preis gibt es nicht. Die Kosten hängen von der Tätigkeit, dem Gewicht und der Art der Ware, dem Automatisierungsgrad, dem Lohnniveau und der Menge ab. Sie werden zwischen Auftraggeber und Logistikdienstleister vertraglich vereinbart.
Handling Fee oder Handlinggebühr ist die englische bzw. eingedeutschte Bezeichnung für den Preis, den ein Dienstleister für Handlingleistungen berechnet. Was genau darin enthalten ist, ergibt sich aus Angebot oder Vertrag.
Das richtet sich nach den Verträgen zwischen den Beteiligten. Im internationalen Warenverkauf legen die vereinbarten Incoterms fest, bis zu welchem Punkt der Verkäufer die Kosten trägt, auch für Umschlag und Verladung.