Der Wareneingang ist der zentrale Prozess in der Logistik, bei dem Waren von externen Lieferanten oder aus der eigenen Produktion physisch übernommen und in das Lagerführungssystem aufgenommen werden. Er bildet die entscheidende Schnittstelle zwischen der Transportkette und der internen Intralogistik. Ein effizienter Wareneingang ist das Fundament für eine fehlerfreie Lagerhaltung und eine hohe Lieferbereitschaft, da hier die Weichen für die Bestandsgenauigkeit und die Qualitätssicherung gestellt werden.
Ein strukturierter Wareneingangsprozess besteht aus mehreren aufeinanderfolgenden Schritten, um Unstimmigkeiten frühzeitig zu erkennen:
[Image: A warehouse worker at a receiving dock using a mobile handheld terminal to scan a barcode on a pallet, while a truck is visible in the background being unloaded]
Fehler im Wareneingang setzen sich durch die gesamte Supply Chain fort. Deshalb ist eine hohe Sorgfalt an dieser Stelle betriebswirtschaftlich essenziell.
Die Zeit der Klemmbretter ist vorbei. Heute erfolgt die Erfassung meist papierlos über mobile Datenerfassungsgeräte (MDE). Durch den Einsatz von EDI (Electronic Data Interchange) erhält das Lager bereits vor Ankunft des LKW ein elektronisches Lieferavis (DESADV). Dies ermöglicht eine vorausschauende Personal- und Rampenplanung, wodurch Standzeiten für die Transportmittel minimiert werden.
Der Wareneingang ist weit mehr als nur das Abladen von Paletten. Er ist ein komplexer Kontroll- und Informationsprozess, der über die Verlässlichkeit der gesamten Warenwirtschaft entscheidet. Unternehmen, die in moderne Scantechnik und eine nahtlose Integration ihrer Logistiksoftware investieren, reduzieren ihre Fehlerquoten und steigern die Effizienz ihrer gesamten Logistikkette. Wer den Wareneingang beherrscht, sichert die Qualität seiner Bestände und schafft die Basis für zufriedene Kunden.