Die optimale Bestellmenge ist ein zentraler Begriff im Supply Chain Management. Sie beschreibt genau die Menge eines Artikels, die bestellt werden muss, um die Gesamtkosten der Materialwirtschaft so gering wie möglich zu halten. Das Ziel ist es, den perfekten Schnittpunkt zwischen zwei gegensätzlichen Kostenarten zu finden: den Kosten für die Bestellung und den Kosten für die Lagerhaltung.
Um die optimale Menge zu bestimmen, müssen Logistikverantwortliche in der Transportplanung zwei Faktoren gegeneinander abwägen:
1. Die Bestellkosten (Fixkosten pro Auftrag)Jede Bestellung löst Kosten aus, unabhängig davon, ob man ein Stück oder tausend Stück bestellt. Dazu gehören der administrative Aufwand, die Warenannahme an der Rampe und die Verbuchung im System.
2. Die Lagerhaltungskosten (Variable Kosten)Wer viel bestellt, braucht viel Platz in der Hochregaltechnik. Zudem ist Kapital in der Ware gebunden, das nicht für andere Investitionen zur Verfügung steht. Hinzu kommen Kosten für Versicherungen, Energie (z. B. im Frigotransport) und das Risiko von Schwund oder Veralterung.
Über die reine Kostenabwägung hinaus beeinflussen im Jahr 2026 weitere Faktoren die Entscheidung innerhalb der Logistikkette:
Im Jahr 2026 wird die optimale Bestellmenge nicht mehr statisch am Schreibtisch geplant, sondern dynamisch durch Technologie gesteuert:
Experten-Tipp: Betrachten Sie die optimale Bestellmenge nie isoliert. Eine Reduzierung der Bestellmenge führt zwar zu geringeren Lagerkosten, kann aber die Transportplanung belasten, da mehr Lkw-Fahrten notwendig werden. Achten Sie auf eine ganzheitliche Betrachtung im Sinne der Green Logistics.
Die Bestimmung der optimalen Bestellmenge bleibt auch 2026 eine Gratwanderung. Während die Grundidee – das Finden der kostengünstigsten Menge – gleich geblieben ist, ermöglichen moderne IT-Systeme heute eine viel präzisere und schnellere Anpassung an die Realitäten einer globalen und volatilen Supply Chain.