Die ATD (Actual Time of Departure) bezeichnet den exakten Zeitpunkt, zu dem ein Transportmittel (Lkw, Schiff, Flugzeug oder Bahn) den Ort der Beladung oder den Terminal tatsächlich verlässt. Während die ETD (Estimated Time of Departure) lediglich eine Planung darstellt, ist die ATD ein harter Fakt, der den Status „In Transit“ in der Logistikkette einleitet. Im Jahr 2026 ist die ATD die zentrale Messgröße für die Zuverlässigkeit von Verkehrsträgern und die Basis für die Berechnung der ETA (Estimated Time of Arrival) beim Empfänger.
In der modernen Disposition dient die ATD als Bestätigung, dass die Heckbeladung und die Ladungssicherung erfolgreich abgeschlossen wurden. Erst mit der Erfassung der ATD können nachgelagerte Prozesse gestartet werden:
Die Differenz zwischen der geplanten (ETD) und der tatsächlichen Abfahrtszeit (ATD) ist einer der kritischsten Werte im Supply Chain Management. Eine negative Abweichung (Verspätung) hat oft eine Kettenreaktion zur Folge.
Häufige Ursachen für Abweichungen:
Im Jahr 2026 wird die ATD nicht mehr manuell vom Fahrer gemeldet, sondern automatisiert erfasst:
Experten-Tipp: Analysieren Sie die ATD-Abweichungen systematisch über einen Monat hinweg. Häufen sich Verspätungen zu bestimmten Tageszeiten, deutet dies oft auf strukturelle Engpässe in der Beladung oder bei der Dokumentenerstellung hin, die durch Middleware-Automatisierung gelöst werden können.
Die ATD ist im Jahr 2026 weit mehr als nur ein Zeitstempel. Sie ist der Moment der Wahrheit in der Logistikkette, der darüber entscheidet, ob die gesamte Planung hält. Durch die automatisierte Erfassung und die Verknüpfung mit intelligenter Middleware wird die ATD zum Startschuss für einen transparenten und effizienten Warenfluss.