In der modernen Transportlogistik ist Effizienz eine Frage der Struktur. Das Hub-and-Spoke-System (deutsch: Nabe-und-Speiche-Modell) ist ein logistisches Netzwerkmodell, das auf einem zentralen Knotenpunkt (dem Hub) und davon ausgehenden Verbindungen (den Spokes) basiert. Anstatt jeden Beladepunkt direkt mit jedem Entladepunkt zu verbinden (Punkt-zu-Punkt), werden alle Sendungen zunächst an den zentralen Hub geliefert. Dort werden sie sortiert, gebündelt und über die Speichenverbindungen in die jeweiligen Zielregionen weitertransportiert. Dieses Modell ist das Fundament für die operative Exzellenz globaler KEP-Dienste (Kurier-, Express- und Paketdienste) und großer Speditionsnetzwerke.
Die Stärke des Hub-and-Spoke-Systems liegt in der massiven Konsolidierung von Warenströmen, die eine hohe Auslastung der Transportmittel ermöglicht.
Während ein Punkt-zu-Punkt-System bei sehr hohen Volumina zwischen zwei Orten sinnvoll ist, spielt das Hub-and-Spoke-Modell seine Trümpfe bei vielen kleinen, weit verstreuten Sendungen aus. Es reduziert die Anzahl der notwendigen Verbindungen in einem Netzwerk mit $n$ Standorten dramatisch von $n(n-1)/2$ auf lediglich $n-1$.
[Image: A diagram showing a central star-shaped network with a "Hub" in the middle and multiple "Spokes" connecting to local depots]
Für Logistikunternehmen ist das Hub-and-Spoke-Modell der Schlüssel zur Skalierbarkeit und Rentabilität.
Das Hub-and-Spoke-System ist das architektonische Meisterwerk der Logistik. Es ermöglicht es, die Welt durch effiziente Bündelung kleiner zu machen und Warenströme kostengünstig zu organisieren. Trotz der Abhängigkeit von der Funktionsfähigkeit des zentralen Hubs überwiegen die Vorteile der Skaleneffekte und der strukturellen Einfachheit. In einer globalisierten Wirtschaft bleibt dieses Modell unverzichtbar, um die steigenden Anforderungen an Geschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen. Wer seine Netzwerkstruktur nach dem Hub-and-Spoke-Prinzip optimiert, schafft die Basis für ein wettbewerbsfähiges Logistikangebot.