Fließgut: Arten, Transport und Abgrenzung
Fließgut sind Güter ohne feste Form: was dazu zählt, wie Flüssigkeiten, Gase und Schüttgut transportiert werden und was sie von Stückgut unterscheidet.
Fließgut sind Güter ohne feste Form: was dazu zählt, wie Flüssigkeiten, Gase und Schüttgut transportiert werden und was sie von Stückgut unterscheidet.
Fließgut ist ein Gut ohne feste geometrische Form, das sich der Form seines Behälters anpasst. Dazu zählen Flüssigkeiten, Gase und Schüttgüter. Fließgut wird lose in Tanks, Silos oder Rohrleitungen befördert und nach Masse oder Volumen gemessen, nicht nach Stückzahl. Den Gegensatz bildet das Stückgut.
Fließgut ist ein Begriff aus dem Güterverkehr für Güter ohne feste geometrische Form. Sie fließen oder rieseln und passen sich der Form ihres Behälters an. Deshalb lassen sie sich nicht stückweise greifen, sondern werden lose in Tanks, Silos, Schüttgutbehältern oder Rohrleitungen befördert und nach Masse oder Volumen gemessen.
Fließgut ist damit ein Oberbegriff. Schüttgut wie Sand, Kies, Getreide oder Granulat ist eine Untergruppe davon. Den Gegensatz bildet Stückgut, also Güter, die als zählbare Einheiten transportiert werden. Im Seeverkehr spricht man bei unverpackten Massengütern von Bulk, siehe Bulk und Break Bulk.
Für den Transport von Fließgut gibt es auf jedem Verkehrsträger eigene Fahrzeuge und Behälter:
Gelagert wird Fließgut in Tanklagern, Bunkern oder im Silo.
Stückgut besteht aus abgegrenzten Einheiten wie Kartons, Kisten oder Paletten. Es wird gezählt, einzeln gekennzeichnet und mit Stapler oder Hubwagen bewegt. Fließgut hat keine eigene Form. Es wird gepumpt, geblasen, gekippt oder über Schwerkraft abgelassen und nach Kilogramm, Tonnen, Litern oder Kubikmetern erfasst. Wird Fließgut in Fässer, Säcke oder Intermediate Bulk Container (IBC) abgefüllt, wird es dadurch zu Stückgut, denn transportiert werden dann die einzelnen Gebinde.
Ein Transportauftrag für Fließgut braucht andere Angaben als ein Stückgutauftrag. Statt Packstückzahl und Palettenmaßen zählen die genaue Produktbezeichnung, die Menge in Gewicht oder Volumen, die benötigte Entladetechnik und bei Gefahrgut die UN-Nummer. Wichtig ist auch, welches Produkt vorher geladen war, weil davon die Reinigung abhängt. Ein Beispiel: Ein Mühlenbetrieb bestellt Mehl im Silofahrzeug. Im Auftrag stehen Liefermenge in Tonnen, Anschluss für die pneumatische Entleerung und der Hinweis auf Lebensmittelqualität. Die Auftragserfassung muss diese Angaben vollständig übernehmen, damit die Disposition ein passendes und sauberes Fahrzeug einsetzt.
Ja. Schüttgut ist eine Untergruppe des Fließguts, weil es ebenfalls keine feste Form hat und lose befördert wird. Neben Schüttgut zählen Flüssigkeiten und Gase zum Fließgut.
Auf der Straße sind das vor allem Tankfahrzeuge, Silofahrzeuge und Kipper. Auf der Schiene werden Kesselwagen und Schüttgutwagen eingesetzt, auf dem Wasser Tank- und Massengutschiffe. Hinzu kommen Tankcontainer und Rohrleitungen.
Fließgut wird nach Masse in Kilogramm oder Tonnen oder nach Volumen in Litern oder Kubikmetern erfasst. Gemessen wird zum Beispiel mit einer Fahrzeugwaage oder mit einem Durchflusszähler beim Befüllen und Entleeren.
Massengut beschreibt Güter, die in großen Mengen unverpackt befördert werden. Fließgut beschreibt dagegen die Eigenschaft, keine feste Form zu haben. Viele Fließgüter werden als Massengut transportiert, die Begriffe sind aber nicht deckungsgleich.