Ein Großraumtransport (oft in Kombination als Großraum- und Schwertransport bezeichnet) liegt vor, wenn eine Ladung oder das Fahrzeug selbst die gesetzlich festgelegten Standardmaße für Breite, Höhe oder Länge überschreitet, aber das zulässige Gesamtgewicht nicht überschritten wird. In der Logistikkette des Jahres 2026 sind Großraumtransporte unverzichtbar für den Transport von Windkraftflügeln, Industrieanlagen oder Fertighaus-Modulen.
Im Gegensatz zu Standard-Transporten unterliegt ein Großraumtransport strengen behördlichen Auflagen nach der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) und der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO):
Die Transportplanung für Großraumgüter ist hochkomplex und beginnt oft Monate vor dem eigentlichen Rollout:
1. Streckenprüfung (Route Survey)Experten fahren die geplante Strecke physisch ab. Dabei werden Brückendurchfahrtshöhen, Kurvenradien und Hindernisse wie Ampeln, Schilder oder Stromleitungen vermessen.
2. AuflagenmanagementDie Behörden legen oft spezifische Auflagen fest, wie z. B. Nachtfahrverbote, Fahrten nur unter Polizeibegleitung oder der Einsatz von privaten Begleitfahrzeugen (BF3/BF4).
3. Equipment-AuswahlJe nach Maßen kommen Tele-Auflieger (ausziehbar), Tiefbetten oder Kesselbrücken zum Einsatz, um die Gesamthöhe so gering wie möglich zu halten.
Aufgrund der Dimensionen birgt dieser Teil der Supply Chain spezifische Risiken:
Im Jahr 2026 wird die Planung durch Technologie revolutioniert:
Experten-Tipp: Planen Sie bei Großraumtransporten immer einen "Plan B" für Abstellplätze ein. Da diese Transporte oft nur nachts fahren dürfen, müssen bei Pannen oder Verzögerungen gesicherte Parkflächen vorhanden sein, die groß genug für das gesamte Gespann sind.
Der Großraumtransport ist die Meisterklasse der Logistik. Er erfordert tiefgreifendes Wissen über Recht, Technik und Infrastruktur. Im Jahr 2026 ermöglichen digitale Tools eine sicherere und schnellere Abwicklung, doch die menschliche Expertise vor Ort bleibt der entscheidende Faktor für eine erfolgreiche Zustellung XXL.