Der Abliefernachweis (international meist als POD – Proof of Delivery bezeichnet) ist das Dokument oder der Datensatz, der den Abschluss eines Transports bestätigt. Er dokumentiert rechtsverbindlich den Erhalt der Ware durch den Empfänger sowie den Zeitpunkt und den Zustand der Sendung bei der Übergabe. In der modernen Logistik ist der POD weit mehr als nur eine Unterschrift; er ist der Auslöser für die Rechnungsstellung und das wichtigste Beweismittel im Falle von Transportschäden oder Verlustmeldungen.
Traditionell war der Abliefernachweis ein physisches Dokument – oft eine Kopie des Frachtbriefs oder ein Rollkartenbeleg. Heute hat sich der elektronische Abliefernachweis (ePOD) als Standard etabliert.
Der Abliefernachweis erfüllt in der Logistikkette mehrere kritische Funktionen, die weit über die reine Bestätigung hinausgehen.
Im Rahmen von Zollprüfungen oder steuerlichen Kontrollen müssen Abliefernachweise oft über Jahre hinweg revisionssicher archiviert werden. Digitale Systeme erlauben es, den POD direkt mit dem digitalen Transportauftrag zu verknüpfen, was die Suchzeiten massiv verkürzt.
Der Abliefernachweis (POD) ist der "Schlussstein" jedes Transports. Er beendet die physische Warenbewegung und startet den kaufmännischen Abrechnungsprozess. In einer digitalisierten Welt ist die Fähigkeit, einen sofortigen und fehlerfreien ePOD zu liefern, ein wesentliches Qualitätsmerkmal für jeden Logistikdienstleister. Wer seinen POD-Prozess optimiert, schützt sich nicht nur vor Haftungsrisiken, sondern steigert auch seine Liquidität und die Transparenz gegenüber seinen Kunden.