Der AEO (Authorised Economic Operator), im Deutschen als Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter bezeichnet, ist ein besonderer Status, den Unternehmen von der Zollverwaltung erhalten können. Er dient als Nachweis dafür, dass ein Unternehmen als besonders zuverlässig und vertrauenswürdig gilt. Eingeführt im Rahmen des EU-Sicherheitspakets, ist der AEO-Status ein zentrales Element der modernen Logistikkette, um den internationalen Handel sicherer zu machen und gleichzeitig administrative Hürden bei der Verzollung abzubauen.
Je nach Schwerpunkt der unternehmerischen Tätigkeit und den gewünschten Erleichterungen gibt es unterschiedliche Zertifizierungen:
Dieser Status richtet sich an Unternehmen, die von vereinfachten Zollverfahren profitieren möchten. Er ermöglicht einen leichteren Zugang zu Bewilligungen (z. B. für das Zolllager oder die Eigenverzollung).
Hier liegt der Fokus auf der Sicherheit der Lieferkette. Unternehmen müssen strenge Sicherheitsstandards für Gebäude, Personal und Partner nachweisen. Dies führt zu Erleichterungen bei Sicherheitskontrollen.
Dies ist die kombinierte Variante aus AEO-C und AEO-S, die alle Vorteile beider Status in sich vereint und heute von den meisten großen Logistikdienstleistern angestrebt wird.
In einer Zeit, in der Just-in-Time-Anlieferungen die Norm sind, kann der AEO-Status den entscheidenden Zeitvorteil an der Grenze ausmachen.
Um den Status zu erhalten, müssen Unternehmen ihre EORI-Nummer besitzen und umfangreiche Kriterien erfüllen:
Der AEO ist weit mehr als eine bürokratische Auszeichnung; er ist ein strategisches Instrument zur Absicherung der globalen Supply Chain. Unternehmen, die den Status besitzen, signalisieren Kompetenz und Integrität gegenüber Behörden und Partnern. Durch die Integration des Status in das Transport Management System (TMS) und die tägliche Transportplanung lassen sich Verzögerungen minimieren und Kosten senken. In der Logistikwelt von 2026 ist der AEO-Status das Ticket für die Überholspur im internationalen Warenverkehr.