Im Wettbewerbsumfeld der Logistik ist die optimale Nutzung vorhandener Kapazitäten der Schlüssel zur Profitabilität. Das Ressourcenmanagement umfasst die strategische und operative Planung, Steuerung und Überwachung aller Mittel, die zur Erbringung einer logistischen Leistung notwendig sind. Hierzu zählen primär das Personal (Fahrer, Lagermitarbeiter), der Fuhrpark (LKW, Trailer), das technische Equipment (Gabelstapler, Ameisen) sowie die Zeit. Ein effektives Ressourcenmanagement stellt sicher, dass Engpässe vermieden und Leerläufe minimiert werden, um die gesamte Logistikkette stabil zu halten.
Ein ganzheitliches Ressourcenmanagement in der Logistik basiert auf der Koordination dreier Kernbereiche:
Dies ist die komplexeste Ressource. Es geht darum, Schichtpläne so zu gestalten, dass zu Spitzenzeiten (z. B. bei der Kommissionierung am Abend) genügend Personal vorhanden ist, ohne in Ruhephasen Überkapazitäten aufzubauen. Dabei müssen gesetzliche Vorgaben wie Lenk- und Ruhezeiten zwingend berücksichtigt werden.
Hier steht die maximale Auslastung der Fahrzeuge im Vordergrund. Durch eine intelligente Transportplanung werden Touren so kombiniert, dass Leerfahrten vermieden und die Laderaumoptimierung maximiert wird. Auch die Wartung der Fahrzeuge ist Teil des Ressourcenmanagements, um ungeplante Ausfälle zu verhindern.
Im Lager betrifft dies die Steuerung von Flurförderzeugen und die Belegung von Lagerplätzen. Ein modernes WMS (Warehouse Management System) weist Ressourcen wie Gabelstapler wegeoptimiert zu, um die Intralogistik effizient zu gestalten.
[Image: A split-screen graphic: on one side, a digital planning board showing shift schedules and truck availability; on the other, a real-time warehouse view with active workers and vehicles, symbolizing synchronized resource flow]
Früher basierte das Ressourcenmanagement oft auf Erfahrungswerten und Excel-Tabellen. Heute übernimmt moderne Logistiksoftware diese Aufgabe.
Ein integriertes Transport Management System (TMS) verknüpft die Auftragsdaten direkt mit den verfügbaren Ressourcen. Es erkennt automatisch, welcher Fahrer noch über ausreichende Restlenkzeit verfügt und welcher LKW für eine spezifische Fracht (z. B. Kühlgut) geeignet ist. Diese Automatisierung ist der Kern der Logistik 4.0.
Ressourcenmanagement ist die Kunst, das Beste aus den vorhandenen Mitteln herauszuholen. In einer Branche mit geringen Margen und hohem Zeitdruck ist es das wichtigste Stellglied für den unternehmerischen Erfolg. Durch den Einsatz intelligenter Softwarelösungen wandelt sich das Ressourcenmanagement von einer reaktiven Verwaltung zu einer proaktiven Gestaltung der Supply Chain. Wer seine Ressourcen – Mensch, Maschine und Zeit – optimal synchronisiert, sichert sich einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil und eine nachhaltige Logistik.