Logistik lexikon

Ressourcenmanagement Logistik: Planung von Fuhrpark & Personal

Fachartikel: Ressourcenmanagement – Effizienz durch intelligente Planung

Im Wettbewerbsumfeld der Logistik ist die optimale Nutzung vorhandener Kapazitäten der Schlüssel zur Profitabilität. Das Ressourcenmanagement umfasst die strategische und operative Planung, Steuerung und Überwachung aller Mittel, die zur Erbringung einer logistischen Leistung notwendig sind. Hierzu zählen primär das Personal (Fahrer, Lagermitarbeiter), der Fuhrpark (LKW, Trailer), das technische Equipment (Gabelstapler, Ameisen) sowie die Zeit. Ein effektives Ressourcenmanagement stellt sicher, dass Engpässe vermieden und Leerläufe minimiert werden, um die gesamte Logistikkette stabil zu halten.

Funktionsweise & Details: Die Säulen des Ressourcenmanagements

Ein ganzheitliches Ressourcenmanagement in der Logistik basiert auf der Koordination dreier Kernbereiche:

1. Personalmanagement (Workforce Management)

Dies ist die komplexeste Ressource. Es geht darum, Schichtpläne so zu gestalten, dass zu Spitzenzeiten (z. B. bei der Kommissionierung am Abend) genügend Personal vorhanden ist, ohne in Ruhephasen Überkapazitäten aufzubauen. Dabei müssen gesetzliche Vorgaben wie Lenk- und Ruhezeiten zwingend berücksichtigt werden.

2. Fuhrpark- und Assetmanagement

Hier steht die maximale Auslastung der Fahrzeuge im Vordergrund. Durch eine intelligente Transportplanung werden Touren so kombiniert, dass Leerfahrten vermieden und die Laderaumoptimierung maximiert wird. Auch die Wartung der Fahrzeuge ist Teil des Ressourcenmanagements, um ungeplante Ausfälle zu verhindern.

3. Infrastruktur- und Equipmentplanung

Im Lager betrifft dies die Steuerung von Flurförderzeugen und die Belegung von Lagerplätzen. Ein modernes WMS (Warehouse Management System) weist Ressourcen wie Gabelstapler wegeoptimiert zu, um die Intralogistik effizient zu gestalten.

[Image: A split-screen graphic: on one side, a digital planning board showing shift schedules and truck availability; on the other, a real-time warehouse view with active workers and vehicles, symbolizing synchronized resource flow]

Praxis-Relevanz: Warum datengesteuertes Management den Unterschied macht

Früher basierte das Ressourcenmanagement oft auf Erfahrungswerten und Excel-Tabellen. Heute übernimmt moderne Logistiksoftware diese Aufgabe.

Die zentralen Vorteile:

  • Kostensenkung: Durch die Vermeidung unproduktiver Zeiten und die Optimierung der Fahrzeugauslastung sinken die Prozesskosten pro Sendung massiv.
  • Flexibilität: Bei kurzfristigen Auftragsspitzen oder Personalausfällen ermöglicht ein digitales Ressourcenmanagement schnelle Umplanungen in Echtzeit.
  • Erhöhte Liefertreue: Eine realistische Planung der Ressourcen ist die Basis für verlässliche Zeitfenster und präzise ETA-Vorhersagen für den Kunden.
  • Mitarbeiterzufriedenheit: Faire und transparente Schichtpläne sowie eine ausgeglichene Arbeitsbelastung reduzieren die Fluktuation in Zeiten des Fachkräftemangels.

Die Rolle des TMS und WMS

Ein integriertes Transport Management System (TMS) verknüpft die Auftragsdaten direkt mit den verfügbaren Ressourcen. Es erkennt automatisch, welcher Fahrer noch über ausreichende Restlenkzeit verfügt und welcher LKW für eine spezifische Fracht (z. B. Kühlgut) geeignet ist. Diese Automatisierung ist der Kern der Logistik 4.0.

Fazit

Ressourcenmanagement ist die Kunst, das Beste aus den vorhandenen Mitteln herauszuholen. In einer Branche mit geringen Margen und hohem Zeitdruck ist es das wichtigste Stellglied für den unternehmerischen Erfolg. Durch den Einsatz intelligenter Softwarelösungen wandelt sich das Ressourcenmanagement von einer reaktiven Verwaltung zu einer proaktiven Gestaltung der Supply Chain. Wer seine Ressourcen – Mensch, Maschine und Zeit – optimal synchronisiert, sichert sich einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil und eine nachhaltige Logistik.

A

B

C

D

E

F

G

H

I

J

K

L

M, N

O

P

Q, R

S

T

U, V, W, X, Y, Z