In der Wertschöpfungskette eines Unternehmens nimmt die Distribution (oft auch als Distributionslogistik, Absatzlogistik oder Vertriebslogistik bezeichnet) eine Schlüsselrolle ein. Sie umfasst alle Prozesse, die für den Transport von Fertigprodukten vom Hersteller zum Endkunden oder zum Handel notwendig sind. Das Ziel der Distributionslogistik ist es, die Verfügbarkeit von Waren am Markt sicherzustellen und dabei die Kosten für Lagerung und Transport so gering wie möglich zu halten. In einer Welt des E-Commerce und steigender Kundenerwartungen an die Liefergeschwindigkeit ist eine effiziente Distributionsstrategie ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
Die Distributionslogistik Definition befasst sich mit der physischen Verteilung von Gütern sowie den damit verbundenen Informationsflüssen. Dabei müssen Unternehmen strategische Entscheidungen über die Struktur ihres Vertriebsnetzes treffen.
Unternehmen können zwischen zwei grundlegenden Wegen wählen:
Die Anforderungen an die Distribution haben sich durch den "Amazon-Effekt" radikal verändert. Kunden erwarten heute Transparenz, Schnelligkeit (Next-Day-Delivery) und Flexibilität.
Der kostspieligste und komplexeste Teil der Distribution ist die Zustellung zum Endkunden. Hier entstehen oft über 50 % der gesamten Logistikkosten. Innovative Konzepte wie Packstationen, Mikro-Hubs in Innenstädten oder die Belieferung per Lastenrad sind Versuche, die Effizienz in der Distributionslogistik trotz steigenden Verkehrsaufkommens zu steigern.
Die Distributionslogistik ist das Gesicht des Unternehmens zum Kunden. Sie entscheidet darüber, ob ein Qualitätsversprechen auch physisch eingelöst wird. Durch die geschickte Wahl der Standorte, effiziente Transportwege und den Einsatz moderner IT-Lösungen können Unternehmen nicht nur Kosten sparen, sondern auch die Kundenzufriedenheit massiv erhöhen. In einer Zeit, in der das Produkt oft austauschbar ist, wird die Exzellenz in der Distribution zum eigentlichen Produktversprechen.