Ein Fixtermin (auch Fixgeschäft genannt) bezeichnet eine Vereinbarung im Transportvertrag, bei der die Erbringung der Leistung zu einem exakt definierten Zeitpunkt oder innerhalb eines präzisen Zeitfensters vertragswidrig ist, wenn sie nicht eingehalten wird. Während bei Standard-Transporten Regellaufzeiten gelten, ist beim Fixtermin die Zeitkomponente "fix" mit der Leistung verknüpft. In der Logistikkette des Jahres 2026 ist der Fixtermin das Instrument für Just-in-Time-Anlieferungen (JIT) oder zeitkritische Eventlogistik.
In der rechtlichen und operativen Praxis der Transportplanung unterscheidet man zwei wesentliche Ausprägungen:
Die Vereinbarung eines Fixtermins verschärft die Haftungssituation für den Frachtführer oder Spediteur erheblich. Gemäß HGB (Handelsgesetzbuch) und CMR (internationales Straßenfrachtrecht) gelten folgende Grundsätze:
1. Verzug ohne MahnungNormalerweise muss ein Schuldner gemahnt werden, um in Verzug zu geraten. Beim Fixtermin tritt der Verzug automatisch mit Überschreitung des Termins ein ("dies interpellat pro homine").
2. SchadensersatzDer Auftraggeber hat bei Überschreitung eines Fixtermins Anspruch auf Ersatz des Verzugsschadens. Dies kann die Kosten für einen Produktionsstillstand, zusätzliche Mietkosten für Kräne oder Konventionalstrafen gegenüber Dritten umfassen.
3. RücktrittsrechtIm Falle eines Fixgeschäfts kann der Gläubiger bei Nichteinhaltung in der Regel sofort vom Vertrag zurücktreten, ohne eine Nachfrist setzen zu müssen, da das Interesse an der Leistung erloschen ist.
Um Fixtermine im Jahr 2026 sicher einzuhalten, nutzt die moderne Supply Chain hochdynamische Steuerungsinstrumente:
Im Jahr 2026 hat sich die Handhabung von Fixterminen weiter digitalisiert:
Experten-Tipp: Kennzeichnen Sie Fixtermine in Ihren Transportaufträgen immer explizit als solche (z. B. "Fixtermin – Fixgeschäft gemäß § 376 HGB"). Nur durch diese klare rechtliche Einordnung greifen die schärferen Haftungsregeln zu Ihrem Schutz.
Ein Fixtermin ist das Versprechen absoluter Pünktlichkeit. Er erfordert eine exzellente operative Ausführung und eine lückenlose digitale Überwachung. Für Unternehmen ist er ein unverzichtbares Werkzeug, um komplexe Prozesse in der Supply Chain aufeinander abzustimmen, erfordert jedoch aufgrund der Haftungsrisiken eine sorgfältige Auswahl der Logistikpartner.