In der modernen Lagerlogistik ist die Geschwindigkeit des Warenumschlags ein entscheidender Kostenfaktor. Das Durchlauflager (auch als Durchlaufregallager bekannt) ist eine spezialisierte Form der dynamischen Lagerhaltung, die darauf ausgelegt ist, Lagerprozesse zu straffen und die Wegzeiten für das Personal zu minimieren. Im Gegensatz zum statischen Fachbodenregal werden die Waren hier nicht an derselben Stelle ein- und ausgelagert. Stattdessen bewegen sich die Ladeeinheiten (z. B. Paletten oder Behälter) auf Rollenbahnen oder geneigten Ebenen von der Bestückungsseite zur Entnahmeseite. Dieses System ist die physische Umsetzung des FIFO-Prinzips (First-In-First-Out) und bietet signifikante Vorteile bei der Handhabung von Schnelldrehern und verderblichen Gütern.
Die Funktionsweise eines Durchlauflagers basiert auf einer einfachen, aber effektiven Mechanik. Das Regalsystem ist leicht geneigt (meist zwischen 3 % und 5 %).
Ein Durchlauflager besteht aus robusten Ständerrahmen, die mit Rollenteppichen ausgestattet sind. Je nach Ladungsgewicht kommen unterschiedliche Sicherungssysteme zum Einsatz:
Für Unternehmen mit hohen Umschlagshöhen, wie im Lebensmittelgroßhandel oder in der Produktionslogistik, bietet das Durchlauflager strategische Vorteile gegenüber herkömmlichen Systemen.
Die Investitionskosten für ein Durchlauflager sind aufgrund der aufwendigen Rollentechnik höher als bei statischen Regalen. Zudem erfordert das System eine hohe Standardisierung der Ladehilfsmittel (z. B. einwandfreie Europaletten), da beschädigte Paletten zu Blockaden in den Rollenbahnen führen können.
Das Durchlauflager ist das ideale System für alle Logistikbereiche, in denen Dynamik, Raumnutzung und die Einhaltung der Lagerreihenfolge Priorität haben. Durch die Trennung von Beschickung und Entnahme sowie die Nutzung der Schwerkraft werden Prozesse nicht nur schneller, sondern auch sicherer. In einer Zeit, in der die Anforderungen an die Durchlaufzeit stetig steigen, bildet das Durchlauflager ein mechanisches Fundament für hocheffiziente Lieferketten. Für Logistikplaner bleibt es ein unverzichtbares Werkzeug, um Schnelldreher mit maximaler Präzision zu steuern.