In der Welt der Logistik ist ein Packstück die kleinste Einheit einer Sendung, die für den Transport verpackt und als Ganzes gehandhabt wird. Ein Packstück besteht aus dem eigentlichen Packgut (der Ware) und der Packmittel (der Umverpackung). In Frachtbriefen und Transportdokumenten wird oft auch das Synonym Kollo (Plural: Kolli) verwendet. Die genaue Definition und Anzahl der Packstücke ist entscheidend für die Frachtkostenberechnung, die Haftung im Schadensfall und die Effizienz der gesamten Transportkette.
Oft werden Packstücke mit Ladeeinheiten verwechselt, doch es gibt einen klaren hierarchischen Unterschied:
Jedes Packstück muss eindeutig gekennzeichnet sein, um Fehlleitungen zu vermeiden. Zentrales Element ist hierbei die NVE (Nummer der Versandeinheit), die als Barcode auf dem Versandetikett aufgebracht wird. Mit einem Handscanner kann so an jedem Umschlagspunkt sofort festgestellt werden, zu welchem Auftrag das Packstück gehört und wohin es transportiert werden muss.
Für Disponenten und Lagerleiter ist die präzise Erfassung der Packstücke die Basis für eine funktionierende Intralogistik und Transportplanung.
Ein Packstück muss so beschaffen sein, dass es den Beanspruchungen des gewählten Verkehrsträgers (z. B. Erschütterungen im LKW oder Druck bei der Stapelung im Seecontainer) standhält. Eine mangelhafte Verpackung kann zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.
Das Packstück ist das atomare Element der Logistik. Es schützt die Ware und trägt die notwendigen Informationen für den Transport. Eine saubere Definition und Kennzeichnung der Kolli ist der Schlüssel zu transparenten Prozessen und einer reibungslosen Übergabe zwischen den Beteiligten der Supply Chain. Wer seine Packstücke im Griff hat – vom passgenauen Karton bis zum digitalen Scan –, minimiert Schäden und maximiert die Geschwindigkeit in der Distribution.