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Lagernutzung optimieren: Kennzahlen, Methoden & Benchmarks

Fachartikel: Lagernutzung – Effizienz auf jedem Quadratmeter

Die Lagernutzung beschreibt das Verhältnis zwischen dem tatsächlich genutzten Lagerraum und dem theoretisch verfügbaren Gesamtraum. In einer Zeit steigender Immobilienpreise und knapper Flächenressourcen im Jahr 2026 ist die Maximierung der Lagernutzung ein kritischer Erfolgsfaktor für das Supply Chain Management. Eine hohe Auslastung senkt die Fixkosten pro gelagerter Einheit und verbessert die Wirtschaftlichkeit der gesamten Intralogistik.

Zentrale Kennzahlen der Lagernutzung

Um die Effizienz objektiv bewerten zu können, nutzt die Logistik spezifische Messgrößen:

1. Lagernutzungsgrad (Flächen- und Raumnutzung)Diese Kennzahl gibt an, wie viel Prozent der Bodenfläche oder des Raumvolumens tatsächlich durch Waren belegt sind. Ein niedriger Wert deutet auf zu breite Gänge oder ineffiziente Regalhöhen hin. Moderne Hochregaltechnik zielt darauf ab, diesen Wert durch vertikale Verdichtung zu maximieren.

2. LagerumschlagshäufigkeitSie gibt an, wie oft der durchschnittliche Lagerbestand in einer Periode komplett ersetzt wurde. Eine hohe Umschlagshäufigkeit reduziert die Kapitalbindung und das Risiko von Ladenhütern in der Logistikkette.

3. Flächen- und RaumnutzungsindexHierbei wird die Kapazität ins Verhältnis zur genutzten Technik gesetzt. In einem chaotischen Lagerungssystem (Freiplatzsystem) ist dieser Index meist deutlich höher als in Festplatzsystemen, da Lücken sofort neu belegt werden.

Methoden zur Optimierung der Lagernutzung

Die Steigerung der Effizienz erfordert eine Kombination aus baulichen und organisatorischen Maßnahmen:

  • Einsatz kompakter Lagersysteme: Die Nutzung von Kanalregalen, Verschieberegalen oder Shuttle-Systemen eliminiert unnötige Arbeitsgänge und erhöht die Lagerdichte massiv.
  • Dynamisches Slotting: Mittels KI-gestützter Analyse werden Lagerplätze 2026 permanent neu zugewiesen. Schnelldreher werden nahe der Heckbeladung positioniert, um Wegezeiten zu minimieren.
  • Höhenoptimierung: Durch den Einsatz von Schmalgangstaplern oder automatischen Regalbediengeräten kann die Raumhöhe bis unter das Dach ausgenutzt werden, was den ökologischen Fußabdruck pro Palette im Sinne der Green Logistics verbessert.
  • Cross-Docking: Waren werden ohne Einlagerung direkt vom Wareneingang zum Warenausgang geleitet, was die notwendige Lagerkapazität in der Transportplanung reduziert.

[Image showing a vertical cross-section of a high-bay warehouse maximizing vertical space utilization]

Praxis-Relevanz 2026: Intelligente Flächensteuerung

Im Jahr 2026 erfolgt die Überwachung der Lagernutzung vollautomatisch und in Echtzeit:

  • Digitaler Zwilling (Digital Twin): Ein virtuelles Abbild des Lagers simuliert 2026 verschiedene Belegungsstrategien, um die optimale Nutzung der Hochregaltechnik vorab zu testen.
  • IoT-Sensorik: Sensoren in den Regalfächern melden 2026 sofort freie Kapazitäten an das Warehouse Management System (WMS), das diese Informationen für die nächste Transportplanung nutzt.
  • Autonome Reorganisation: Fahrerlose Transportsysteme führen 2026 in lastarmen Zeiten selbstständige Umlagerungen durch (Konsolidierung), um verstreute Restmengen zusammenzuführen und ganze Kanäle für neue Anlieferungen frei zu machen.

Experten-Tipp: Streben Sie nicht nach einer 100-prozentigen Lagernutzung. Ab einem Nutzungsgrad von ca. 85 bis 90 % sinkt die operative Effizienz drastisch, da keine freien Plätze mehr für schnelle Umlagerungen oder unvorhersehbare Wareneingänge zur Verfügung stehen. Ein gewisser "Puffer" ist für eine agile Supply Chain lebensnotwendig.

Fazit

Die Optimierung der Lagernutzung ist im Jahr 2026 eine datengetriebene Disziplin. Durch die Kombination aus moderner Regaltechnik und intelligenter Softwaresteuerung lassen sich Kapazitätsreserven heben, ohne die Hallenfläche physisch zu erweitern. Wer seine Kennzahlen versteht und technologische Innovationen nutzt, sichert sich eine hocheffiziente und skalierbare Logistikkette.

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