Das ACTS (Abrollcontainer-Transportsystem) ist ein spezialisiertes System des kombinierten Ladungsverkehrs (Intermodaler Verkehr), das den nahtlosen Transport von Abrollcontainern zwischen Schiene und Straße ermöglicht. Der Kern des Systems liegt in der horizontalen Umladung: Im Gegensatz zu klassischen Containern werden ACTS-Behälter nicht mit einem Kran vertikal gehoben, sondern direkt vom LKW auf den Bahnwaggon geschoben oder gezogen. Dies macht das System besonders flexibel, da keine teure Kraninfrastruktur oder spezialisierte Containerterminals notwendig sind.
Die technische Basis von ACTS bilden spezialisierte Eisenbahnwaggons, die mit sogenannten Schwenkrahmen ausgestattet sind.
[Image: A specialized ACTS rail wagon with its swivel frames swung out to the side, where a hook-lift truck is either loading or unloading a standardized roll-off container without the help of a crane]
Das ACTS-System wird vor allem dort eingesetzt, wo große Mengen an Schüttgut oder Abfällen über weite Strecken transportiert werden müssen, die Ladestellen aber nicht über Schwerlastkräne verfügen.
Besonders in der Abfallwirtschaftslogistik (Transport von Hausmüll, Altglas oder Bauschutt) sowie beim Transport von Baustoffen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen hat sich ACTS als Standard etabliert. Es verbindet die Flexibilität des LKWs auf der „Letzten Meile“ mit der Massenleistungsfähigkeit der Bahn.
Das ACTS (Abrollcontainer-Transportsystem) ist eine hocheffiziente Lösung für Unternehmen, die die Vorteile des Schienentransports nutzen möchten, ohne in teure Terminalinfrastruktur investieren zu müssen. Durch die einfache, horizontale Umladetechnik bleibt die Logistikkette flexibel und reaktionsschnell. In einer Zeit, in der der kombinierte Verkehr zur Erreichung von Klimazielen immer wichtiger wird, stellt ACTS ein unverzichtbares Bindeglied in der modernen Supply Chain dar.