Logistik lexikon

Tracking & Tracing: Definition & Sendungsverfolgung erklärt

Fachartikel: Tracking & Tracing – Transparenz in Echtzeit

In der modernen Logistik ist Tracking & Tracing (deutsch: Sendungsverfolgung und Spurbildung) der Standard für Transparenz und Zuverlässigkeit. Während Kunden früher oft tagelang auf Informationen über den Verbleib ihrer Ware warten mussten, ermöglicht die digitale Vernetzung heute eine Überwachung in Echtzeit. Das System beantwortet zwei zentrale Fragen: „Wo befindet sich die Sendung gerade?“ (Tracking) und „Welchen Weg hat die Sendung bisher genommen?“ (Tracing). Damit ist Tracking & Tracing ein unverzichtbarer Bestandteil jeder effizienten Logistikkette.

Definition und Funktionsweise: Track vs. Trace

Obwohl die Begriffe meist in einem Atemzug genannt werden, beschreiben sie unterschiedliche Funktionen innerhalb der Transportplanung und -überwachung.

1. Tracking (Sendungsverfolgung)

Tracking ist die punktuelle Feststellung des aktuellen Status oder Standortes einer Sendung. Dies geschieht meist an festen Umschlagspunkten:

  • Status-Scans: Wenn ein Paket im Umschlagslager ankommt oder auf einen LKW verladen wird, wird der Barcode gescannt.
  • Echtzeit-Ortung: Über Telematik-Systeme und GPS kann die genaue Position des Fahrzeugs metergenau bestimmt werden, was eine präzise Kalkulation der ETA (voraussichtliche Ankunftszeit) ermöglicht.

2. Tracing (Spurbildung/Rückverfolgung)

Tracing ermöglicht die Rekonstruktion des gesamten Lieferweges im Nachhinein. Dies ist besonders wichtig für:

  • Qualitätssicherung: Feststellung, an welcher Schnittstelle eine Beschädigung aufgetreten sein könnte.
  • Herkunftsnachweise: Dokumentation der Lieferkette, beispielsweise bei Lebensmitteln oder Medikamenten.

[Image: A smartphone screen showing a stylized delivery map with a truck icon moving along a route, complemented by a chronological status list from "Order Picked Up" to "Out for Delivery"]

Praxis-Relevanz: Warum Track and Trace den Unterschied macht

Für Speditionen und Verlader bietet Tracking & Tracing weit mehr als nur eine Information für den Endkunden.

Die zentralen Vorteile:

  • Erhöhte Kundenzufriedenheit: Kunden schätzen die Sicherheit, jederzeit den Status ihrer Bestellung (oft via Avis) einsehen zu können.
  • Prozessoptimierung: Durch die Analyse der Tracing-Daten können Verzögerungen an bestimmten Verkehrswegen oder Terminals identifiziert und behoben werden.
  • Sicherheit und Diebstahlschutz: GPS-gestütztes Tracking schlägt Alarm, wenn ein Fahrzeug die geplante Route verlässt (Geofencing).
  • Automatisierte Abläufe: Die Integration in ein Transport Management System (TMS) erlaubt es, nachfolgende Prozesse (z. B. die Rampenplanung im Lager) automatisch zu starten, sobald sich ein Fahrzeug nähert.

Technologien hinter der Verfolgung

Die Basis für Tracking & Tracing sind eindeutige Identifikatoren wie die NVE (Nummer der Versandeinheit) oder QR-Codes. Die Datenübertragung erfolgt via Mobilfunk oder Satellit. In geschlossenen Systemen, wie der Produktionslogistik, kommt häufig auch RFID-Technologie zum Einsatz, um Waren berührungslos und massenhaft zu erfassen.

Fazit

Tracking & Tracing ist das digitale Auge der Logistik. Es schafft das notwendige Vertrauen zwischen Versender, Dienstleister und Empfänger. In einer Welt des globalen Handels und der Just-in-Time-Produktion ist die Fähigkeit, Warenströme lückenlos zu überwachen, ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Unternehmen, die auf modernste Tracking-Lösungen setzen, minimieren nicht nur ihre Risiken, sondern bieten einen Servicelevel, der heute als Grundvoraussetzung für exzellente Logistik gilt.

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