Im internationalen Handel und Transportwesen bezeichnet Door-to-door (D2D) eine Versandform, bei der ein Logistikdienstleister die gesamte Verantwortung für den Transportweg übernimmt – von der Abholung an der Tür des Absenders (Werk oder Lager) bis zur direkten Zustellung an der Tür des Empfängers. Im Gegensatz zu Teiltransporten wie "Port-to-Port" muss sich der Kunde nicht um die Koordination einzelner Teilstrecken oder Schnittstellen kümmern. Im Jahr 2026 ist der Door-to-door-Service der Goldstandard für Unternehmen, die ihre Supply Chain vereinfachen und das Risiko von Verzögerungen an Übergabepunkten minimieren möchten.
Ein Door-to-door-Service bündelt mehrere logistische Einzelschritte zu einem nahtlosen Gesamtprozess, der meist von einem einzigen Spediteur gesteuert wird:
[Image: A continuous line connecting a warehouse icon on one continent across an ocean to a retail store icon on another continent, labeled with "Single Point of Contact" and "Integrated Logistics".]
Da ein D2D-Service eine "Rundum-sorglos-Lösung" ist, setzt sich der Preis aus vielen verschiedenen Komponenten zusammen. Für eine präzise Transportplanung sollten folgende Faktoren beachtet werden:
1. Transportkosten der TeilstreckenHierzu zählen die Frachtraten für den Vorlauf, den Hauptlauf und den Nachlauf. Besonders die Kosten für die "letzte Meile" können je nach Infrastruktur im Zielland stark variieren.
2. Terminal- und HafengebührenKosten für das Handling an den Schnittstellen, wie die Terminal Handling Charges (THC) oder Gebühren für das Be- und Entladen.
3. Zoll und SteuernNeben den reinen Zollgebühren fallen Kosten für die Erstellung der Zolldokumente an. Auch Einfuhrumsatzsteuern müssen kalkuliert werden.
4. Zuschläge und NebenkostenHierzu gehören volatile Faktoren wie der Dieselzuschlag, Währungsausgleichsfaktoren (CAF) oder Sicherheitszuschläge.
5. Dokumentations- und ServicegebührenDie Gebühr für die Koordination des gesamten Prozesses durch den Spediteur sowie Kosten für Frachtbriefe und Zertifikate.
Der Einsatz von Door-to-door-Verkehren bietet signifikante strategische Vorteile:
Ob ein Versand tatsächlich "Door-to-door" durchgeführt wird, hängt stark von den vereinbarten Incoterms ab. Die Klausel DDP (Delivered Duty Paid) kommt dem Door-to-door-Gedanken am nächsten, da der Verkäufer hierbei alle Kosten und Risiken bis zum Bestimmungsort übernimmt, einschließlich der Verzollung und Versteuerung. Im Gegensatz dazu endet bei "Ex Works" (EXW) die Verantwortung des Verkäufers bereits an seiner eigenen Tür, und der Käufer muss den Door-to-door-Transport selbst organisieren.
Experten-Tipp: Achten Sie bei Door-to-door-Angeboten darauf, ob die "Entladung am Zielort" inkludiert ist. Viele Standardverträge enden "frei Bordsteinkante", was bei schweren Gütern ohne eigene Entladevorrichtung vor Ort zu Problemen führen kann.
Der Door-to-door-Versand ist die effizienteste Methode, um Komplexität aus der globalen Logistik zu nehmen. Er wandelt eine fragmentierte Transportkette in einen integrierten Prozess um. Für Unternehmen bedeutet dies mehr Planungssicherheit, geringeren administrativen Aufwand und eine höhere Kundenzufriedenheit durch verlässliche Lieferzusagen.