Der optimale Bestellzeitpunkt ist der Moment innerhalb der Lagerhaltung, an dem eine neue Bestellung ausgelöst werden muss, um eine lückenlose Lieferfähigkeit zu garantieren, ohne die Lagerbestände unnötig aufzublähen. Er markiert den kritischen Punkt in der Logistikkette, an dem der aktuelle Bestand gerade noch ausreicht, um den Verbrauch während der Lieferzeit abzudecken. Im Supply Chain Management des Jahres 2026 ist das präzise Timing entscheidend für die Senkung der Kapitalbindung.
In der Praxis haben sich zwei grundlegende Ansätze etabliert, um den Bestellzeitpunkt festzulegen:
1. Das Bestellpunktverfahren (Ereignisorientiert)Hierbei wird für jeden Artikel ein fester Meldebestand (Reorder Point) definiert. Sobald dieser Schwellenwert durch Entnahmen aus der Hochregaltechnik erreicht oder unterschritten wird, löst das System automatisch eine Bestellung aus.
2. Das Bestellrhythmusverfahren (Terminorientiert)Bestellungen werden in festen Zeitintervallen getätigt (z. B. jeden Montag). Der Bestellzeitpunkt ist also kalendarisch fixiert. Die Bestellmenge variiert dabei je nach aktuellem Lagerstand.
Die Bestimmung des idealen Zeitpunkts ist keine statische Aufgabe, sondern hängt von dynamischen Faktoren ab:
Im Jahr 2026 wird der optimale Bestellzeitpunkt durch hochvernetzte IT-Systeme in Echtzeit angepasst:
Experten-Tipp: Prüfen Sie regelmäßig Ihre Stammdaten zur Lieferzeit. Oft sind in ERP-Systemen veraltete, zu lange Lieferzeiten hinterlegt. Dies führt dazu, dass der Bestellzeitpunkt zu früh gewählt wird, was Ihre Bestände in der Hochregaltechnik unnötig erhöht.
Den optimalen Bestellzeitpunkt zu finden, ist im Jahr 2026 eine datengetriebene Disziplin. Während die grundlegenden Verfahren (Punkt vs. Rhythmus) bestehen bleiben, ermöglicht die digitale Transformation eine bisher ungekannte Präzision. Unternehmen, die ihr Timing beherrschen, profitieren von maximaler Liquidität bei gleichzeitig höchster Lieferbereitschaft.
Es ist der Zeitpunkt, an dem eine Bestellung ausgelöst werden muss, damit die Ware genau dann eintrifft, wenn der Sicherheitsbestand erreicht wird, um Out-of-Stock-Situationen zu vermeiden.
Das Bestellpunktverfahren reagiert auf das Erreichen eines Mindestbestands (ereignisorientiert), während das Bestellrhythmusverfahren in festen Zeitintervallen (terminorientiert) Bestellungen auslöst.