Die Hochregaltechnik umfasst die baulichen und technischen Systeme zur Lagerung von Waren in großen Höhen, in der Regel ab 12 Metern bis hin zu über 50 Metern. Sie ist das Herzstück moderner Distributionszentren und ermöglicht eine extreme Verdichtung der Lagerkapazität auf kleiner Grundfläche. In der Logistikkette des Jahres 2026 bildet die Hochregaltechnik die Basis für die vollautomatisierte Bevorratung und Pufferung von Paletten und Behältern.
Ein Hochregallager (HRL) unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Lagersystemen durch seine statischen und dynamischen Anforderungen:
Die Leistungsfähigkeit der Hochregaltechnik wird durch die eingesetzten Bediengeräte bestimmt, die nahtlos in das Supply Chain Management integriert sind:
1. Regalbediengeräte (RBG)Schienengebundene Fahrzeuge, die sich horizontal in der Gasse und vertikal am Mast bewegen. Sie übernehmen das Ein- und Auslagern der Waren mit Teleskopgabeln oder Satellitenfahrzeugen.
2. Shuttle-SystemeIn modernen Anlagen des Jahres 2026 kommen oft Shuttles zum Einsatz, die auf jeder Ebene oder flexibel zwischen den Ebenen agieren. Dies ermöglicht deutlich höhere Durchsatzraten als herkömmliche RBGs.
3. Steuerungstechnik (WCS/PLC)Das Warehouse Control System (WCS) koordiniert die Bewegungen in Echtzeit. Sensoren und Lasermesssysteme sorgen 2026 für eine zentimetergenaue Positionierung und Kollisionsvermeidung.
Die Entscheidung für Hochregaltechnik bietet strategische Vorteile für die Logistikkette:
Im Jahr 2026 ist die Hochregaltechnik intelligenter und nachhaltiger geworden:
Experten-Tipp: Berücksichtigen Sie bei der Planung die Brandschutzverordnung. In Hochregallagern sind aufgrund der Kaminwirkung spezielle Sprinkleranlagen direkt in den Regalebenen oder Inertisierungsanlagen zwingend erforderlich.
Die Hochregaltechnik ist der Schlüssel zur Bewältigung großer Warenströme auf begrenztem Raum. Durch die konsequente Automatisierung und die Einbindung in digitale Transportplanungs-Systeme sichert sie im Jahr 2026 die Resilienz und Schnelligkeit globaler Lieferketten. Trotz hoher Initialinvestitionen amortisieren sich diese Systeme schnell durch reduzierte Flächen- und Personalkosten.