Die AMS-Anmeldung (Automated Manifest System) ist ein verpflichtendes elektronisches Meldeverfahren der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) für alle Warenimporte in die Vereinigten Staaten. Seit den Sicherheitsverschärfungen nach dem 11. September 2001 dient das System dazu, potenzielle Bedrohungen bereits vor dem Eintreffen der Fracht in US-Hoheitsgewässern oder am Flughafen zu identifizieren. Ähnlich wie die japanische AFR verlangt die AMS-Regelung eine detaillierte Übermittlung von Ladungsdaten. Sie betrifft sowohl die Seefracht als auch die Luftfracht und ist ein kritischer Bestandteil jeder Logistikkette in Richtung USA.
Das Herzstück der AMS-Anmeldung ist die strikte Einhaltung von Meldefristen. Das System verarbeitet Manifestdaten von Reedereien, Fluggesellschaften und Speditionen (NVOCCs).
[Image: A high-tech visualization of a container ship approaching the Statue of Liberty, with a digital overlay showing data streams (AMS filing) flowing from the ship to a US Customs and Border Protection data center]
Für Exporteure und Logistikdienstleister ist die fehlerfreie AMS-Anmeldung die „Eintrittskarte“ in den US-Markt. Fehler in diesem Prozess haben weitreichende Folgen.
Wichtig für Importeure: Zusätzlich zur AMS-Anmeldung (die meist vom Carrier oder NVOCC erledigt wird) muss für Seefracht das ISF (Importer Security Filing), auch bekannt als „10+2“, vom Importeur selbst eingereicht werden. Beide Meldungen müssen im US-System zusammenpassen.
Die AMS-Anmeldung ist weit mehr als eine formale Zollanmeldung; sie ist ein hochentwickeltes Instrument der Gefahrenabwehr. Für Unternehmen, die erfolgreich in die USA exportieren wollen, sind absolute Präzision bei der Datenbereitstellung und die Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnern unverzichtbar. In einer Zeit, in der die Supply Chain Transparenz erfordert, stellt das AMS-Verfahren sicher, dass Informationen genauso schnell fließen wie die Waren selbst – und das bereits lange bevor sie amerikanischen Boden berühren.