Der Begriff Rollgeld stammt aus der klassischen Speditionslogistik und bezeichnet die Gebühren, die für den Transport von Gütern zwischen dem Absender und dem Versanddepot (Vorlauf) sowie zwischen dem Empfangsdepot und dem Endempfänger (Nachlauf) anfallen. Es ist somit die Vergütung für die Abholung und Zustellung im Sammelgutverkehr. Im Gegensatz zum Hauptlauf, der den Fernverkehr zwischen den Logistik-Hubs beschreibt, deckt das Rollgeld die kleinteilige Verteilung im Nahverkehr ab.
In einer typischen Logistikkette wird das Rollgeld für zwei spezifische Teilstrecken fällig:
Die Höhe des Rollgeldes ist nicht einheitlich geregelt, sondern wird im Jahr 2026 durch verschiedene Parameter beeinflusst:
Im Jahr 2026 hat sich die Kalkulation und Abwicklung des Rollgeldes durch technologische Innovationen gewandelt:
Experten-Tipp: Prüfen Sie Ihre Speditionsverträge auf die sogenannten "Haus-Haus-Tarife". In diesen sind Vorlauf, Hauptlauf und Nachlauf bereits gebündelt. Oft ist dies günstiger und administrativ einfacher als die separate Ausweisung von Rollgeld.
Das Rollgeld bleibt auch im Jahr 2026 ein zentraler Bestandteil der Frachtkostenkalkulation. Während der Hauptlauf durch große Volumina effizienter gestaltet werden kann, bleibt die "letzte Meile" aufgrund der Komplexität im Nahverkehr kostenintensiv. Eine präzise digitale Erfassung und die Optimierung der Zustellprozesse sind der Schlüssel, um das Rollgeld für Versender und Spediteure wirtschaftlich zu halten.
Rollgeld bezeichnet das Entgelt für den Transport einer Sendung auf der 'ersten Meile' (Abholung zum Depot) und der 'letzten Meile' (Zustellung vom Depot zum Empfänger) im Sammelgutverkehr.
Der Hauptlauf deckt den Fernverkehr zwischen den Depots ab. Das Rollgeld hingegen vergütet die kleinteilige Abholung und Zustellung im regionalen Nahverkehr.
Entscheidend sind das Gewicht, das Volumen der Ladeeinheit, die Entfernung (Zonentarif) sowie notwendige Zusatzleistungen wie Zeitfenster oder Hebebühnennutzung.