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Container-Service-Gebühr: Erklärung & Kostenstruktur

Fachartikel: Container-Service-Gebühr – Die operative Basis der Seefracht

Die Container-Service-Gebühr (oft abgekürzt als CSC für Container Service Charge) ist eine pauschale Gebühr, die von Reedereien oder Depotbetreibern für die Bereitstellung, Instandhaltung und das administrative Handling von Seecontainern erhoben wird. Im Gegensatz zu reinen Frachtraten deckt die CSC die Kosten ab, die entstehen, bevor oder nachdem der Container auf dem Schiff verladen wurde – primär im Containerdepot oder an der Schnittstelle zum Landtransport. In der modernen Logistikkette des Jahres 2026 ist die CSC ein fester Bestandteil der Nebenkosten und variiert je nach Hafentyp, Containerart und Reederei.

Kostenstruktur: Was wird mit der CSC finanziert?

Die Gebühr setzt sich aus verschiedenen operativen Komponenten zusammen, die sicherstellen, dass der Container technisch einwandfrei und einsatzbereit ist.

Die wichtigsten Bestandteile:

  • Lift-on / Lift-off: Die Kosten für das Heben des Containers vom LKW auf den Lagerplatz im Depot (und umgekehrt).
  • Inspektion & Kontrolle: Die Überprüfung des Containers auf strukturelle Schäden, Löcher im Dach oder Mängel an den Türdichtungen vor der Herausgabe an den Verlader.
  • Reinigung: Die Basissäuberung des Containers von Rückständen der Vorfracht, um die Ladungssicherheit und Hygienevorgaben zu erfüllen.
  • Administrative Abwicklung: Die Dokumentation der Containerbewegung im System (Equipment Interchange Receipt - EIR).
  • Wartung: Rücklagen für den allgemeinen Verschleiß des Equipments über seine Lebensdauer.

[Image: A detailed 3D infographic showing a shipping container with call-outs pointing to its corners (maintenance), floor (cleaning), and the lift points (handling fees), labeled with "CSC Cost Components"]

Abgrenzung: CSC vs. THC

Ein häufiges Missverständnis in der Transportplanung ist die Verwechslung der Container-Service-Gebühr mit dem THC (Terminal Handling Charge). Obwohl beide das Handling betreffen, gibt es klare Unterschiede:

MerkmalContainer-Service-Gebühr (CSC)Terminal Handling Charge (THC)Ort der EntstehungContainerdepot / HinterlandHafenterminal (Kai)FokusDas Equipment (der Container selbst)Der Umschlag (Vom Kai auf das Schiff)ZahlungspflichtigMeist der Buchende (Exporteur/Importeur)Je nach Incoterm (Verlader oder Empfänger)ZeitpunktBereitstellung/RückgabeBe- und Entladung des Schiffes

Praxis-Relevanz 2026: Nachhaltigkeit und Digitalisierung

Im Jahr 2026 haben technologische Innovationen die Art und Weise verändert, wie die CSC kalkuliert und erhoben wird:

  1. Smart Container Cleaning: Viele Depots nutzen automatisierte Robotersysteme für die Innenreinigung. Container, die „besenrein“ zurückgegeben werden, profitieren oft von reduzierten CSC-Sätzen, die über IoT-Sensoren im Containerboden verifiziert werden.
  2. Digitaler Zwilling: Jede CSC-Buchung ist heute mit dem digitalen Zwilling des Containers verknüpft. Schäden werden per KI-Bildanalyse beim Gate-Pass dokumentiert, was die Abrechnung von Reparaturkosten gegenüber der pauschalen Servicegebühr deutlich transparenter macht.
  3. Grüne Depots: Container-Service-Gebühren fließen vermehrt in die Dekarbonisierung der Depot-Infrastruktur (z. B. elektrische Reachstacker). Reedereien weisen diese „Green CSC“ oft separat aus, um die ESG-Bilanz der Supply Chain zu verbessern.

Tipp für Verlader: Prüfen Sie bei der Rückgabe von Leercontainern genau das EIR-Protokoll. Ungerechtfertigte Reinigungszuschläge, die über die Standard-CSC hinausgehen, können durch Fotodokumentation beim Beladen vermieden werden.

Fazit

Die Container-Service-Gebühr ist ein notwendiges Instrument, um die Qualität und Verfügbarkeit des weltweiten Containerpools sicherzustellen. Für Unternehmen bedeutet sie einen kalkulierbaren Fixkostenblock pro TEU. Wer die Details der Kostenstruktur versteht und seine Prozesse bei der Container-Rückgabe optimiert, kann versteckte Zusatzkosten minimieren und die Effizienz seiner gesamten Logistikkette steigern.

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