In der internationalen Seefracht sind Demurrage und Detention zwei der am häufigsten unterschätzten Kostenfaktoren. Beide Begriffe bezeichnen Gebühren, die Reedereien erheben, wenn Container länger als vereinbart genutzt werden. Da Container teure Vermögenswerte der Carrier sind, dient dieses Gebührenmodell dazu, den schnellen Umschlag des Equipments sicherzustellen. In der Logistikkette des Jahres 2026, in der Hafenkapazitäten oft knapp sind, können diese Kosten innerhalb weniger Tage die eigentliche Frachtrate übersteigen.
Demurrage (Standgeld) fällt an, wenn ein voller Container innerhalb des Hafenterminals gelagert wird und die vereinbarte „Free Time“ (freier Zeitraum) überschritten wird.
Detention (Haltegebühr) wird berechnet, wenn der Container den Hafen bereits verlassen hat, aber nicht innerhalb der vereinbarten Zeit leer an das Depot der Reederei zurückgegeben wird.
[Image: A busy port terminal with stacked containers, with a digital stopwatch icon hovering over a single container, symbolizing the expiring "Free Time" and the onset of charges]
Anstatt einer Tabelle finden Sie hier die wesentlichen Unterschiede übersichtlich aufgelistet:
1. Fokus der Gebühr
2. Beginn der Berechnung
3. Verantwortlichkeit
Im Jahr 2026 ist das proaktive Management dieser Gebühren ein wesentlicher Bestandteil der Transportplanung. Moderne Logistiksysteme helfen dabei, diese Kostenfallen zu umgehen:
Rechenbeispiel (einfache Textform):Wenn eine Reederei 150 Euro pro Tag für Demurrage berechnet und die Free Time um 4 Tage überschritten wird, entstehen Zusatzkosten von 600 Euro pro Container. Bei einer Sendung von 10 Containern beläuft sich der ungeplante Verlust bereits auf 6.000 Euro.
Demurrage & Detention sind kritische Variablen in der Kalkulation jeder Seefrachtsendung. Sie erfordern eine präzise Abstimmung zwischen dem physischen Warenfluss und der begleitenden Dokumentation. Unternehmen, die ihre Prozesse digital überwachen und Pufferzeiten in ihrer Supply Chain klug einplanen, schützen ihre Margen vor diesen vermeidbaren Zusatzkosten.