Innenlader: Aufbau, Gestelle und Einsatz bei Glas
Innenlader: Wie der Sattelauflieger Glas- und Betongestelle ohne Kran aufnimmt, wofür er eingesetzt wird und was ihn vom Tieflader unterscheidet.
Innenlader: Wie der Sattelauflieger Glas- und Betongestelle ohne Kran aufnimmt, wofür er eingesetzt wird und was ihn vom Tieflader unterscheidet.
Ein Innenlader ist ein Sattelauflieger mit nach hinten offenem Rahmen, der beladene Transportgestelle von hinten aufnimmt und ohne Kran oder Stapler verlädt. Eingesetzt wird er vor allem für Flachglas und Betonfertigteile, die stehend im Gestell fahren. Die Räder sind einzeln aufgehängt, eine durchgehende Achse gibt es nicht.
Ein Innenlader ist ein Sattelauflieger, dessen Rahmen nach hinten offen ist und in der Mitte keinen durchgehenden Ladeboden hat. Zwischen den beiden Rahmenhälften entsteht ein Ladeschacht, in den ein beladenes Transportgestell von hinten aufgenommen wird. Damit das möglich ist, haben Innenlader keine durchgehenden Achsen: Die Räder sitzen auf Stummelachsen und sind einzeln aufgehängt. Im Englischen heißt das Fahrzeug Inloader, im Deutschen ist auch Innenlader-Sattelauflieger gebräuchlich.
Die Ladung steht während des ganzen Transports im Gestell. Diese Gestelle, je nach Ware Glasgestelle oder Fertigteilgestelle genannt, sind Lademittel, die beim Versender beladen und beim Empfänger abgestellt werden. Der Innenlader selbst braucht zum Be- und Entladen weder Kran noch Stapler.
Weil das Gestell beim Empfänger stehen bleibt, kann der Fahrer ein leeres Gestell zur Rückführung aufnehmen. Die Beladung erfolgt also über das Heck, unterscheidet sich aber deutlich von der klassischen Heckbeladung mit Stapler an der Rampe.
Gemeinsam ist diesen Gütern, dass sie groß, schwer und bruchempfindlich sind und möglichst selten umgeschlagen werden sollen.
Ein Tieflader hat eine durchgehende, abgesenkte Ladefläche. Er wird von oben per Kran oder über Auffahrrampen beladen und dient vor allem für Baumaschinen, Maschinenteile und andere Güter im Schwerlasttransport. Beim Innenlader fehlt diese Ladefläche in der Mitte; die Ladung hängt im Gestell zwischen den Rädern und wird selbstständig aufgenommen. Abzugrenzen ist der Innenlader auch vom Plateauauflieger mit aufgesetzten Glasböcken, der per Kran oder Stapler von der Seite beladen wird.
Für die Disposition sind beim Innenlader neben Lade- und Entladestelle auch die Gestelle zu planen: Welches Gestell wird wo abgestellt, wann wird es entladen, und wann kann es leer zurückgeholt werden. Im Transportauftrag sollten deshalb Gestellnummern, Abmessungen und Gewicht der Ladung sowie Hinweise zur Absetzfläche stehen. Speditionen können die Gestelle wie andere Lademittel als Bestand je Kunde führen, damit offene Rückführungen sichtbar bleiben.
In der Grundausführung nicht, weil in der Mitte kein durchgehender Ladeboden vorhanden ist. Für Palettenware sind Koffer- oder Planenauflieger vorgesehen.
Große Glasscheiben würden sich liegend durchbiegen und brechen leichter. Stehend und leicht geneigt im Gestell sind sie stabil gelagert und können ohne Umpacken vom Werk bis zum Verarbeiter fahren.
Eine Sattelzugmaschine, da der Innenlader ein Sattelauflieger ist. Ob eine Standardmaschine ausreicht oder Anpassungen nötig sind, hängt von der Bauart des Aufliegers und seiner Hubtechnik ab und ist beim Hersteller zu klären.
Wer die Gestelle stellt und wer die Rückführung leerer Gestelle übernimmt, wird zwischen Versender, Empfänger und Spedition vereinbart.