Pufferlager: Aufgaben, Einsatz und Auslegung
Pufferlager: wie es Prozesse entkoppelt, wo es in Produktion, Wareneingang und Versand eingesetzt wird und wie es sich vom Umschlagslager abgrenzt.
Pufferlager: wie es Prozesse entkoppelt, wo es in Produktion, Wareneingang und Versand eingesetzt wird und wie es sich vom Umschlagslager abgrenzt.
Ein Pufferlager ist ein Lager oder Lagerbereich, der zwei aufeinanderfolgende Prozesse entkoppelt. Es gleicht zeitliche und mengenmäßige Unterschiede zwischen Anlieferung und Verbrauch aus und sichert den Materialfluss bei Störungen. Einsatzorte sind etwa Produktion, Wareneingang und Versand, wo Anlieferung und Weiterverarbeitung nicht im selben Takt laufen.
Ein Pufferlager ist ein Lager oder eine Lagerfläche, die zwei aufeinanderfolgende Prozesse voneinander entkoppelt. Es nimmt Ware auf, wenn der vorgelagerte Prozess schneller liefert, als der nachfolgende verarbeitet, und gibt sie ab, wenn es umgekehrt ist. Andere Bezeichnungen sind Zwischenlager, Entkopplungslager oder kurz Puffer.
Ein Pufferlager muss kein eigenes Gebäude sein, sondern kann ein Bereich innerhalb eines Lagers oder einer Fertigung sein. Die Ware bleibt dort nur so lange, bis der nächste Prozessschritt sie braucht. Technisch reicht die Spanne von markierten Bodenflächen über das Kanalregal bis zu automatischen Behälterlagern und Staustrecken in der Fördertechnik.
In der Produktionslogistik liegen Puffer zwischen Fertigungsstufen oder vor dem Montageband. Bei Just-in-Time und Just-in-Sequence können Zulieferer oder Logistikdienstleister einen kleinen Puffer nahe am Werk halten, um Abrufe auch bei Verkehrsstörungen pünktlich zu erfüllen.
Im Wareneingang nimmt ein Pufferlager Ware auf, die noch geprüft oder noch nicht eingelagert ist. So bleibt die Rampe frei, auch wenn mehrere Lkw gleichzeitig ankommen. Im Warenausgang werden kommissionierte Sendungen bis zur Abholung bereitgestellt und nach Touren oder Relationen sortiert.
Ein Umschlagslager dient dazu, Sendungen zwischen Transporten umzuschlagen, zu sortieren und neu zu bündeln. Die Ware bleibt dort nur kurz, und es gibt keinen geplanten Bestand. Ein Pufferlager hält dagegen bewusst einen gewissen Bestand vor, um zwei Prozesse mit unterschiedlichem Rhythmus zu verbinden. Auch vom Sicherheitsbestand im Bestandsmanagement ist es abzugrenzen: Der Sicherheitsbestand ist eine Mengengröße für einen Artikel, das Pufferlager ein Ort oder Bereich im Materialfluss.
Eine allgemeingültige Größe gibt es nicht. Die Auslegung hängt von mehreren Faktoren ab:
Zu kleine Puffer laufen über oder leer und stoppen damit einen der Prozesse. Zu große Puffer binden Kapital und Fläche. Aus Sicht des Lean Managements können hohe Pufferbestände zudem Engpässe und Qualitätsprobleme verdecken. Deshalb ist es sinnvoll, die Verweildauer im Puffer regelmäßig zu messen.
Eine Spedition übernimmt für einen Händler die Lagerlogistik. Morgens treffen mehrere Lkw gleichzeitig ein. Die Paletten werden zuerst auf einer Pufferfläche abgestellt, geprüft und erst dann ins Regal eingelagert. Je genauer die Lieferungen vorher per Avis angekündigt sind, desto besser lassen sich Fläche und Personal planen und desto kleiner kann der Puffer bleiben. Grundlage dafür sind vollständig erfasste Aufträge mit Mengen, Packstücken und Anlieferzeit.
Ein Zwischenlager ist ein Lagerbereich, in dem Ware vorübergehend zwischen zwei Prozessschritten liegt. Der Begriff wird auch gleichbedeutend mit Pufferlager verwendet. Gemeint ist keine dauerhafte Lagerung, sondern ein Ausgleich zwischen Anlieferung und Weiterverarbeitung.
Maschinen und Arbeitsplätze haben unterschiedliche Taktzeiten und fallen gelegentlich aus. Ein Puffer sorgt dafür, dass eine Störung an einer Stelle nicht sofort die ganze Linie stoppt.
Es bindet Kapital, Fläche und Personal. Außerdem kann ein großer Puffer dauerhafte Engpässe überdecken, statt sie sichtbar zu machen. Deshalb sollte die Größe regelmäßig überprüft werden.