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Damage Protection Plan (DPP): Containerschäden

Damage Protection Plan (DPP): wie die Abdeckung von Containerschäden funktioniert, wer sie anbietet und wie sie sich von Versicherung und EIR abgrenzt.

Ein Damage Protection Plan (DPP) ist eine Zusatzvereinbarung, mit der Containerleasinggesellschaften und einige Reedereien Reparatur- und Reinigungskosten an ihren Containern bis zu einem festgelegten Höchstbetrag übernehmen. Der Nutzer zahlt dafür eine Gebühr, statt jeden Schaden einzeln abgerechnet zu bekommen. Die transportierte Ware ist nicht abgedeckt.

Was ist ein Damage Protection Plan (DPP)?

Der Damage Protection Plan (DPP) ist ein optionales Zusatzprodukt im Containerverkehr. Er betrifft Schäden am Container selbst, nicht an der Ladung. Wer einen Container nutzt, muss ihn in dem Zustand zurückgeben, in dem er ihn übernommen hat. Schäden über den normalen Verschleiß hinaus werden ihm sonst als Reparatur- und Reinigungskosten in Rechnung gestellt. Mit einem DPP übernimmt der Eigentümer des Containers diese Kosten bis zu einem vereinbarten Höchstbetrag gegen eine feste Gebühr.

Die Abkürzung DPP ist nicht zu verwechseln mit dem Incoterm DDP (Delivered Duty Paid) aus den Incoterms und auch nicht mit dem Digitalen Produktpass (Digital Product Passport), der ebenfalls DPP abgekürzt wird.

Wie funktioniert ein Damage Protection Plan?

  • Gebühr: Der Nutzer zahlt einen festen Betrag, je nach Vertrag pro Tag oder als Pauschale je Container.
  • Höchstbetrag: Reparatur- und Reinigungskosten werden bis zu einer festgelegten Grenze vom Eigentümer getragen.
  • Restbetrag: Kosten über dieser Grenze werden wie bisher einzeln in Rechnung gestellt.
  • Vertragsumfang: Was genau abgedeckt ist, welche Schäden ausgeschlossen sind und bis zu welchem Zeitpunkt der DPP gebucht werden kann, legt der jeweilige Vertrag fest.

Der Vorteil liegt weniger im Betrag als im Ablauf: Kleinere Schäden müssen bei der Rückgabe nicht einzeln begutachtet, belegt und abgerechnet werden. Die Kosten sind vorher bekannt.

Wo wird ein Damage Protection Plan angeboten?

Der DPP wird im Containerleasing angeboten. Leasinggesellschaften bieten ihn ihren Leasingnehmern als Zusatzleistung für die Zeit an, in der der Container in deren Obhut ist. Auch Reedereien bieten für Importcontainer vergleichbare Produkte an, teils unter der Bezeichnung DPP, teils unter eigenen Namen. Sie richten sich an Importeure und ihre Spediteure, die den Container nach dem Löschen übernehmen, entladen und leer an ein Depot oder einen Container Yard zurückbringen.

Was ist der Unterschied zwischen Damage Protection Plan, Transportversicherung und EIR?

Die drei Begriffe betreffen unterschiedliche Dinge:

  • Damage Protection Plan: deckt Schäden am Container als Transportbehälter bis zum vereinbarten Höchstbetrag.
  • Transportversicherung: deckt Verlust und Beschädigung der Ware. Ein DPP ersetzt sie nicht.
  • Equipment Interchange Receipt (EIR): ist das Übergabeprotokoll bei Abholung und Rückgabe eines Containers. Es dokumentiert den Zustand und ist die Grundlage dafür, ob ein Schaden vor oder nach der Übernahme entstanden ist.

Ein DPP macht das EIR nicht überflüssig. Schäden oberhalb des Höchstbetrags werden weiterhin abgerechnet, und dann zählt, was bei der Übernahme im EIR vermerkt wurde.

Was bedeutet der Damage Protection Plan für Speditionen?

Für Speditionen ist der DPP vor allem beim Import von FCL-Containern relevant, wenn sie den Container im Auftrag des Empfängers abholen und zurückbringen. Dann sollte vorab geklärt sein, ob ein DPP gebucht ist, wer die Gebühr trägt und wer Reparaturrechnungen oberhalb der Grenze bezahlt. Diese Kosten werden erst nach der Rückgabe festgestellt und berechnet. Sie gehören wie Gebühren für Demurrage und Detention zu den Containerkosten, die an den Kunden weiterberechnet werden müssen.

In der Praxis hilft es, die Angaben schon bei der Auftragserfassung festzuhalten: Containernummer, Reederei, Rückgabeort und ob ein DPP besteht. Bei Abholung sollte der Fahrer erkennbare Schäden im EIR vermerken lassen und Fotos machen. Die Frage, wer gegenüber der Reederei für den Container verantwortlich ist, hängt auch davon ab, ob der Vor- oder Nachlauf vom Carrier oder vom Kunden organisiert wird.

Häufige Fragen

Was deckt ein Damage Protection Plan ab?

Ein DPP deckt Reparatur- und Reinigungskosten am Container bis zu einem im Vertrag festgelegten Höchstbetrag. Was darüber hinausgeht, wird weiterhin einzeln abgerechnet. Schäden an der Ware sind nicht abgedeckt.

Ist ein DPP eine Versicherung?

Der DPP wird teils als Zusatzversicherung bezeichnet, ist aber eine vertragliche Kostenübernahme des Containereigentümers gegen Gebühr. Er ersetzt weder eine Transportversicherung für die Ware noch die Haftung für Schäden oberhalb der vereinbarten Grenze.

Wer zahlt Schäden am Container ohne DPP?

Ohne DPP stellt der Eigentümer die Reparatur- und Reinigungskosten dem Nutzer in Rechnung, wenn ein Schaden bei der Rückgabe festgestellt wird. Ob der Schaden schon vorher bestand, lässt sich anhand des EIR von der Übernahme prüfen.

Was kostet ein Damage Protection Plan?

Preise und Höchstbeträge legen Leasinggesellschaften und Reedereien selbst fest; sie unterscheiden sich je nach Anbieter, Containertyp und Vertrag. Verbindlich sind die jeweils gültigen Tarife oder der Leasingvertrag.

Herausgeber: MHV Systems GmbH · Walldorf

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