Ro-Ro: Roll-on/Roll-off-Verkehr, Fähren und Trailer
Ro-Ro-Transporte (Roll-on/Roll-off): begleiteter und unbegleiteter Trailerverkehr, Mafi-Trailer, Fähren, ConRo- und PCTC-Schiffe im Überblick.
Ro-Ro-Transporte (Roll-on/Roll-off): begleiteter und unbegleiteter Trailerverkehr, Mafi-Trailer, Fähren, ConRo- und PCTC-Schiffe im Überblick.
Ro-Ro (Roll-on/Roll-off) ist ein Verfahren im Seeverkehr, bei dem rollende Ladung wie Lkw, Sattelauflieger, Pkw oder Baumaschinen über Rampen an Bord gefahren oder gezogen wird. Ro-Ro-Transporte laufen vor allem über Fähren und Ro-Ro-Frachtschiffe, zum Beispiel in der Ostsee und im Mittelmeer.
Ro-Ro steht für Roll-on/Roll-off und bezeichnet ein Verfahren im Seeverkehr, bei dem die Ladung über Rampen an Bord rollt, statt mit Kränen gehoben zu werden. Gebräuchlich sind auch die Schreibweisen RoRo und Ro/Ro. Ro-Ro-Schiffe haben Heck-, Bug- oder Seitenrampen und durchgehende Fahrzeugdecks, die teils in der Höhe verstellbar sind. Das Gegenstück ist der Kranumschlag LoLo (Lift-on/Lift-off), das Standardverfahren in der Containerschifffahrt.
Ro-Ro-Verkehre verbinden vor allem Straßennetze über das Meer, etwa in der Ostsee, über den Ärmelkanal, zwischen Festland und Inseln und im Mittelmeer. Sie sind damit ein wichtiger Teil des intermodalen Verkehrs.
Beim begleiteten Transport fährt der Fahrer mit seinem Lkw auf die Fähre und reist mit. Am Zielhafen fährt er selbst weiter. Die Überfahrt kann unter den Voraussetzungen von Art. 9 der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 für die Ruhezeit genutzt werden, wenn der Fahrer unter anderem Zugang zu einer Schlafkabine oder einem Liegeplatz hat. Einzelheiten stehen unter Lenk- und Ruhezeiten.
Beim unbegleiteten Transport wird nur der Trailer verschifft. Er wird im Abgangshafen abgestellt, von der Reederei mit einer Terminal-Zugmaschine verladen und im Zielhafen von einem anderen Fahrzeug im Nachlauf abgeholt. Zugmaschine und Fahrer bleiben in dieser Zeit für andere Aufträge frei. Dafür braucht es Partner auf beiden Seiten und eine genaue Abstimmung der Abhol- und Anlieferzeiten.
Vorteile:
Nachteile:
Für die Buchung bei der Reederei benötigt die Spedition Strecke und Abfahrt, Kennzeichen, Länge, Höhe und Gewicht der Einheit, die Angabe begleitet oder unbegleitet, Gefahrgutdaten und bei Kühlaufliegern den Bedarf an Stromanschluss. Diese Daten stammen aus dem Transportauftrag und müssen in der Auftragserfassung vollständig übernommen werden, damit Buchung, Disposition und Abrechnung zusammenpassen.
Der Preis hängt von Strecke, Länge und Gewicht der Einheit, begleitetem oder unbegleitetem Transport, Gefahrgut und Saison ab. Hinzu können Zuschläge kommen, etwa für Treibstoff. Feste Richtwerte gibt es nicht; Reedereien nennen Preise auf Anfrage oder in Rahmenverträgen.
Ja. Container werden dafür auf einen Roll-Trailer gestellt oder stehen auf einem Container-Chassis bzw. Auflieger und rollen mit diesem an Bord. ConRo-Schiffe nehmen Container außerdem per Kran auf ihre Containerstellplätze.
Wird ein beladenes Fahrzeug auf einem Teil der Strecke per Schiff befördert und die Ware nicht vom Fahrzeug abgeladen, gilt nach Art. 2 der CMR grundsätzlich die CMR für die gesamte Beförderung. Entsteht ein Schaden durch ein Ereignis, das nur während der Seebeförderung eintreten konnte und nicht vom Straßenfrachtführer verursacht wurde, richtet sich die Haftung nach dem Recht des Seetransports.