Silo: Schüttgutlagerung, Entleerung und Silo-Lkw
Silo: Wie Schüttgut im Silo gelagert und entleert wird, Kernfluss und Massenfluss, Silo-Lkw mit Druckluftentladung und Sicherheitsrisiken.
Silo: Wie Schüttgut im Silo gelagert und entleert wird, Kernfluss und Massenfluss, Silo-Lkw mit Druckluftentladung und Sicherheitsrisiken.
Ein Silo ist ein Behälter zur Lagerung von Schüttgut wie Getreide, Zement, Kunststoffgranulat oder Futtermitteln. Das Gut wird von oben eingefüllt und unten über einen Auslauftrichter oder Austraggeräte entnommen. In der Transportlogistik bezeichnet Silo außerdem den Behälteraufbau von Silofahrzeugen. Silos nutzen wenig Grundfläche und schützen das Gut vor Witterung.
Ein Silo ist ein geschlossener Behälter, in dem Schüttgut gelagert, gepuffert und dosiert abgegeben wird. Silos stehen in Industrie, Landwirtschaft und Umschlaganlagen und bestehen aus Stahl, Edelstahl, Aluminium oder Beton. Durch die stehende Bauweise nutzen sie wenig Grundfläche und schützen das Gut vor Witterung und Verschmutzung.
Abzugrenzen ist das Silo vom Tank. Flüssigkeiten und Gase zählen zum Fließgut und werden in Tanks gelagert und in Tankfahrzeugen oder Tankcontainern befördert. Silos sind für rieselfähige, körnige oder pulverförmige Güter ausgelegt.
Das Gut fließt durch Schwerkraft in einen Auslauftrichter am Boden. Austraggeräte wie Förderschnecken oder Zellenradschleusen geben es dosiert ab. Feine Pulver werden über Belüftung aufgelockert, damit sie gleichmäßig fließen. Wie das Gut fließt, hängt von seinen Eigenschaften und von der Form des Trichters ab:
Ein Silo-Lkw wird von oben über Einfüllöffnungen im Behälter beladen, zum Beispiel aus einem Verladesilo. Entladen wird pneumatisch: Ein Kompressor setzt den Behälter unter Druck, und die Luft fördert das Gut über einen Schlauch in das Silo des Empfängers. Bei Kippsilos wird der Behälter zusätzlich angehoben, damit das Gut zum Auslauf rutscht.
Für die Disposition sind bei Silotransporten neben Produkt, Menge und Gewicht auch die Bedingungen an der Entladestelle wichtig, etwa ob dort ein Silo mit passendem Anschluss vorhanden ist und ob das Fahrzeug einen eigenen Kompressor braucht. Bei Lebensmitteln und Futtermitteln muss der Behälter zwischen unterschiedlichen Ladungen gereinigt werden.
Brennbare Stäube wie Mehl oder Holzstaub können mit Luft explosionsfähige Gemische bilden. Silos für solche Güter brauchen deshalb Maßnahmen des Explosionsschutzes. Gefährlich ist auch das Einsteigen in ein Silo: Es drohen Verschütten und Ersticken. Arbeiten im Inneren sind nur mit besonderen Schutzmaßnahmen zulässig. Manche Schüttgüter sind zudem Gefahrgut und unterliegen beim Transport den entsprechenden Vorschriften.
In der IT und im Management steht Silo für getrennte Bereiche, die Daten oder Wissen nicht teilen. Ein Datensilo ist ein System, dessen Daten anderen Systemen nicht zur Verfügung stehen. In Speditionen liegen Auftragsdaten zum Beispiel teils im E-Mail-Postfach, teils in Excel-Listen und teils im TMS. Jeder Medienbruch bedeutet erneute Eingabe in der Auftragserfassung.
Eine Möglichkeit, diesen Bruch zu schließen, ist GM-DocuStream. Die Software liest Aufträge aus PDF-Anhängen, Excel-Listen und E-Mail-Texten, gleicht Adressen mit den Stammdaten des TMS ab und übergibt jeden Auftrag nach Prüfung und Freigabe durch den Disponenten an das TMS.
Ein Silo nimmt Schüttgut auf, also körnige oder pulverförmige Güter wie Zement, Getreide oder Granulat. Ein Tank nimmt Flüssigkeiten oder Gase auf. Entsprechend unterscheiden sich Silofahrzeuge und Tankfahrzeuge in Aufbau und Entladetechnik.
Transportiert werden rieselfähige Schüttgüter, zum Beispiel Zement, Kalk, Mehl, Zucker, Futtermittel oder Kunststoffgranulat. Für Lebensmittel und Futtermittel werden Fahrzeuge eingesetzt, die für diese Güter geeignet sind und zwischen den Ladungen gereinigt werden.
Ein Baustellensilo ist ein mobiles Silo, das auf einer Baustelle aufgestellt wird und Trockenbaustoffe wie Mörtel oder Putz bereitstellt. Es wird per Lkw angeliefert und bei Bedarf von einem Silofahrzeug nachgefüllt.