Lagerauslastung: Lagernutzungsgrad berechnen
Lagerauslastung berechnen: Belegungsgrad, Flächennutzungsgrad und Raumnutzungsgrad, Einflussfaktoren sowie Vor- und Nachteile hoher Auslastung.
Lagerauslastung berechnen: Belegungsgrad, Flächennutzungsgrad und Raumnutzungsgrad, Einflussfaktoren sowie Vor- und Nachteile hoher Auslastung.
Die Lagerauslastung ist eine Kennzahl, die in Prozent angibt, welcher Anteil der verfügbaren Lagerkapazität tatsächlich belegt ist. Je nach Bezugsgröße wird sie über Lagerplätze, Fläche oder Raum gemessen. Gleichbedeutend werden die Begriffe Lagernutzung, Lagernutzungsgrad und Lagerfüllgrad verwendet. Die Kennzahl dient der Kapazitätsplanung und der Bewertung der Lagerkosten.
Die Lagerauslastung ist eine Kennzahl, die angibt, welcher Anteil der verfügbaren Lagerkapazität tatsächlich belegt ist. Sie wird in Prozent ausgedrückt. Gleichbedeutend werden die Begriffe Lagernutzung, Lagernutzungsgrad, Lagerfüllgrad oder Belegungsgrad verwendet. Je nachdem, worauf sich die Kapazität bezieht, unterscheidet man die Auslastung der Lagerplätze, der Fläche und des Raums.
Abzugrenzen ist die Lagerauslastung von der Umschlagshäufigkeit. Die Auslastung beschreibt, wie voll das Lager ist. Die Umschlagshäufigkeit beschreibt, wie schnell der Bestand bewegt wird. Ein Lager kann voll ausgelastet sein und trotzdem einen geringen Umschlag haben, wenn dort vor allem Langsamdreher liegen.
Alle Varianten folgen demselben Prinzip: belegte Kapazität geteilt durch verfügbare Kapazität, multipliziert mit 100.
Die Werte können zu einem Stichtag oder als Durchschnitt über einen Zeitraum ermittelt werden. Bei schwankenden Beständen ist der Verlauf über mehrere Wochen aussagekräftiger als ein einzelner Stichtag.
Ein Palettenregallager hat 2.000 Stellplätze. Am Stichtag sind 1.500 davon belegt. Der Belegungsgrad beträgt 1.500 / 2.000 × 100 = 75 Prozent. Sind viele Stellplätze nur mit einer Anbruchpalette oder mit niedrigen Paletten in hohen Fächern belegt, ist der Raumnutzungsgrad deutlich niedriger als der Belegungsgrad. Beide Kennzahlen zusammen ergeben daher ein genaueres Bild.
Eine hohe Lagerauslastung verteilt die Fixkosten für Gebäude, Regale und Technik auf mehr gelagerte Einheiten. Das senkt die Kosten je Stellplatz.
Gleichzeitig fehlt bei sehr hoher Auslastung Reserve. Unerwartete Anlieferungen im Wareneingang finden keinen Platz, Umlagerungen werden aufwendiger und Ware wird auf Ausweichflächen abgestellt. Für Logistikdienstleister ist deshalb nicht die maximale, sondern eine planbare Auslastung das Ziel. Dazu gehört, Einlagerungen über Avis-Daten frühzeitig zu kennen und in die Kapazitätsplanung zu übernehmen.
Einen allgemeingültigen Zielwert gibt es nicht. Die sinnvolle Auslastung hängt von Lagertechnik, Artikelspektrum, Bestandsschwankungen und der benötigten Reserve für Wareneingänge ab. Jedes Lager sollte seinen Zielkorridor aus eigenen Daten ableiten und über die Zeit beobachten.
Die Flächennutzung bezieht sich nur auf die Bodenfläche. Die Raumnutzung berücksichtigt zusätzlich die Höhe und zeigt, wie gut das verfügbare Volumen ausgeschöpft wird. In Regallagern mit großer Höhe können beide Werte stark voneinander abweichen.
Ein Lagerverwaltungssystem kennt den Status jedes Lagerplatzes. Daraus lässt sich der Anteil belegter Plätze je Zone, Platztyp oder Kunde jederzeit auswerten. Für die Raumnutzung werden zusätzlich die Abmessungen der Plätze und der eingelagerten Einheiten benötigt.