Quereinlagerung: Paletten quer im Regal lagern
Quereinlagerung im Palettenregal: Unterschied zur Längseinlagerung, nötige Tiefenauflagen, Platzbedarf je Regalfeld sowie Vor- und Nachteile.
Quereinlagerung im Palettenregal: Unterschied zur Längseinlagerung, nötige Tiefenauflagen, Platzbedarf je Regalfeld sowie Vor- und Nachteile.
Quereinlagerung ist eine Einlagerungsart im Palettenregal, bei der die Palette mit ihrer Längsseite zum Gang steht. Bei einer Europalette zeigt die 1200 mm lange Seite zum Gang, die Palette reicht nur 800 mm in die Tiefe. Das Gegenstück ist die Längseinlagerung, bei der die schmale Seite zum Gang zeigt.
Bei der Quereinlagerung, auch Querlagerung genannt, wird eine Palette so in ein Palettenregal gestellt, dass ihre Längsseite parallel zu den Traversen und damit zum Gang liegt. Bei einer Europalette mit 1200 × 800 mm zeigt also die 1200 mm lange Seite zum Gang. In die Tiefe des Regals reicht die Palette nur 800 mm.
Die Bezeichnung richtet sich nach der Einlagerungsrichtung. Wird die Palette mit der schmalen Seite voran eingeschoben, steht sie der Länge nach im Regal: Das ist die Längseinlagerung. Wird sie mit der Längsseite voran eingelagert, steht sie quer. Der Gabelstapler nimmt die Europalette bei der Quereinlagerung von der Längsseite auf. Das ist möglich, weil Stapler die Europalette von allen vier Seiten unterfahren können.
Die Längseinlagerung ist bei Europaletten die übliche Bauweise. Die Quereinlagerung wird vor allem gewählt, wenn die verfügbare Tiefe begrenzt ist oder Ladungsträger mit abweichenden Maßen gelagert werden.
Weil die Unterzüge der Palette parallel zu den Traversen liegen, trägt sich die Palette bei der Quereinlagerung nicht selbst. Sie braucht zusätzliche Auflagen. Dafür eignen sich Tiefenauflagen, auch Tiefenstege genannt, oder Gitterroste und durchgehende Fachböden.
Die zulässigen Fach- und Feldlasten gibt der Regalhersteller für eine bestimmte Konfiguration an. Wer ein Regal von Längs- auf Quereinlagerung umstellt oder unterschiedliche Ladungsträger wie Europalette und Gitterbox mischt, muss Rahmentiefe, Auflagen und Lastangaben mit dem Hersteller abstimmen und die Kennzeichnung der zulässigen Lasten anpassen.
Vorteile der Quereinlagerung:
Nachteile der Quereinlagerung:
Die Einlagerungsart bestimmt, wie viele Stellplätze ein Lager auf einer gegebenen Fläche bietet. Bei der Planung eines Palettenregals oder Hochregallagers werden deshalb Hallengeometrie, Ladungsträger, Staplertyp und Gangbreiten gemeinsam betrachtet. Für Kennzahlen zur Flächen- und Raumausnutzung siehe Lagernutzung optimieren.
Auch die Lagerverwaltung muss die Einlagerungsart kennen. In den Lagerplatzstammdaten sind Maße und Traglast jedes Platzes hinterlegt. Nur so kann das System prüfen, ob eine Palette mit bestimmten Abmessungen auf einen Platz passt. In Kommissionierzonen mit Entnahme von Hand, etwa in der unteren Regalebene, kann die Quereinlagerung die Kommissionierung erleichtern, weil der Griff in die Palette kürzer ist.
In einem Lager steht entlang einer Hallenwand nur ein schmaler Streifen zur Verfügung. Eine Regalzeile mit Längseinlagerung würde wegen ihrer Tiefe in den Fahrweg ragen. Der Betreiber plant dort deshalb eine Regalzeile mit Quereinlagerung und Gitterrosten als Auflage. Die Zeile bietet je Meter weniger Stellplätze als ein Regal mit Längseinlagerung, nutzt aber eine Fläche, die sonst frei bliebe. Dort lagern Paletten mit Verbrauchsmaterial, das in der unteren Ebene direkt von Hand entnommen wird.
Bei Längseinlagerung passen drei Europaletten nebeneinander, bei Quereinlagerung zwei. Maßgeblich für die genaue Belegung sind die Angaben des Regalherstellers, da Abstände zwischen Paletten und Rahmen eingehalten werden müssen.
Die Palette braucht bei Quereinlagerung zusätzliche Auflagen, weil ihre Unterzüge parallel zu den Traversen liegen. Das können Tiefenauflagen, Gitterroste oder Fachböden sein. Welche Lösung zulässig ist, legt der Regalhersteller für die jeweilige Last fest.
Die Längsseite der Europalette ist 1200 mm lang, die Stirnseite 800 mm. Bei Längseinlagerung zeigt die Stirnseite zum Gang, bei Quereinlagerung die Längsseite.
Grundsätzlich ja, aber Rahmentiefe, Auflagen und Feldbelegung ändern sich. Der Umbau sollte mit dem Regalhersteller abgestimmt werden, und die Kennzeichnung der zulässigen Lasten muss zur neuen Konfiguration passen.