Verweilzeit: Dwell Time an Rampe und Terminal
Verweilzeit (Dwell Time) in der Logistik: Messung an Rampe, Terminal und Lager, Abgrenzung zur Lagerdauer, Standgeld und Demurrage.
Verweilzeit (Dwell Time) in der Logistik: Messung an Rampe, Terminal und Lager, Abgrenzung zur Lagerdauer, Standgeld und Demurrage.
Die Verweilzeit, englisch Dwell Time, ist die Zeitspanne, die eine Sendung, ein Container oder ein Fahrzeug an einem bestimmten Ort verbringt, etwa an der Rampe, im Terminal oder im Lager. Sie reicht von der Ankunft bis zum Weitertransport und dient als Kennzahl für Wartezeiten und Engpässe.
Die Verweilzeit, englisch Dwell Time, ist die Zeitspanne, die eine Sendung, ein Ladungsträger, ein Container oder ein Fahrzeug an einem bestimmten Ort verbringt. Sie beginnt mit der Ankunft und endet mit dem Weitertransport. Gemessen wird sie an vielen Stellen der Transportkette:
Für Fahrzeuge spricht man auch von Standzeit oder Wartezeit, für Schiffe von Liegezeit. Gemeint ist jeweils die Zeit, in der das Objekt an einem Ort steht und nicht transportiert wird.
Die durchschnittliche Lagerdauer ist eine Bestandskennzahl. Sie wird aus dem durchschnittlichen Lagerbestand und dem Lagerabgang einer Periode berechnet und gibt an, wie lange Ware im Mittel im Lager liegt. Die Verweilzeit ist allgemeiner. Sie kann für jeden Prozesspunkt erhoben werden und wird auch für einzelne Fahrzeuge, Container oder Sendungen aus Zeitstempeln gemessen. Die Durchlaufzeit wiederum umfasst eine ganze Prozesskette, etwa vom Auftragseingang bis zur Auslieferung, und setzt sich aus mehreren Bearbeitungs-, Transport- und Verweilzeiten zusammen.
Grundlage sind zwei Zeitpunkte je Objekt: Ankunft und Abfahrt. An Terminals sind das zum Beispiel Gate-in und Gate-out des Containers, an der Rampe die Anmeldung an der Pforte und die Abfahrt des Lkw. Die Differenz ergibt die Verweilzeit des einzelnen Vorgangs. Über viele Vorgänge lassen sich Durchschnitt und Streuung auswerten, etwa je Rampe, Kunde oder Tageszeit.
Für ein System im Gleichgewicht gilt außerdem das Gesetz von Little: durchschnittliche Verweilzeit = durchschnittlicher Bestand / Durchsatz je Zeiteinheit. Stehen zum Beispiel im Mittel 40 Paletten in einer Bereitstellzone und werden 20 Paletten je Stunde verladen, verweilt eine Palette rechnerisch zwei Stunden dort.
Für die Analyse ist es sinnvoll, die Verweilzeit in Bearbeitungszeit, zum Beispiel Be- oder Entladen, und reine Wartezeit aufzuteilen. Auf diese Weise wird sichtbar, ob lange Verweilzeiten durch die Abfertigung selbst oder durch Warten entstehen.
Lange Verweilzeiten binden Fahrzeuge, Fahrer, Container und Flächen. Folgetouren verschieben sich, Rampen und Stellplätze sind blockiert. Daraus können direkte Zusatzkosten entstehen:
In der Disposition beeinflusst die erwartete Verweilzeit an Lade- und Entladestellen, wie viele Stopps eine Tour aufnehmen kann. Werden Ankunfts- und Abfahrtszeiten im TMS oder über Telematik erfasst, lassen sich Verweilzeiten je Ladestelle auswerten und Standzeiten gegenüber dem Auftraggeber belegen. Voraussetzung ist, dass vereinbarte Ladezeiten und Zeitfenster bereits bei der Erfassung des Auftrags vollständig übernommen werden.
Dwell Time ist der englische Begriff für die Verweilzeit. Er wird unter anderem im Container- und Terminalverkehr verwendet und bezeichnet die Zeit, die ein Container, eine Sendung oder ein Fahrzeug zwischen Ankunft und Weitertransport an einem Ort verbringt.
Nach § 412 Abs. 3 HGB, wenn er aufgrund vertraglicher Vereinbarung oder aus Gründen außerhalb seines Risikobereichs über die Lade- oder Entladezeit hinaus warten muss. Er hat dann Anspruch auf eine angemessene Vergütung. Ladezeiten und Höhe des Standgelds können die Vertragsparteien ausdrücklich regeln.
Die Verweilzeit bezieht sich auf einen einzelnen Ort oder Prozessschritt, zum Beispiel die Rampe oder das Terminal. Die Durchlaufzeit umfasst die gesamte Prozesskette und enthält mehrere Verweil-, Bearbeitungs- und Transportzeiten.