Fachartikel: Pick-by-Vision – Augmented Reality in der Intralogistik
Pick-by-Vision ist ein hochmodernes, visuelles Kommissionierverfahren, bei dem Mitarbeiter Informationen zu ihren Aufträgen direkt über eine Datenbrille (Smart Glasses) erhalten. Mittels Augmented Reality (AR) werden relevante Daten wie Lagerplatz, Artikelnummer und Entnahmemenge direkt in das Sichtfeld des Kommissionierers eingeblendet. Im Supply Chain Management des Jahres 2026 gilt Pick-by-Vision als eine der effizientesten Lösungen, um die Brücke zwischen menschlicher Flexibilität und digitaler Präzision in der Logistikkette zu schlagen.
Funktionsweise der AR-Kommissionierung
Der Prozess integriert die physische Umgebung des Lagers mit einer digitalen Informationsebene:
- Systemanbindung: Die Datenbrille ist über WLAN permanent mit dem Warehouse Management System (WMS) oder einer Middleware wie GM-DocuStream verbunden.
- Visuelle Führung: Der Mitarbeiter sieht einen virtuellen Navigationspfeil, der ihn wegeoptimiert zum nächsten Entnahmeort in der Hochregaltechnik führt.
- Kontextbezogene Einblendung: Erreicht der Mitarbeiter den Lagerplatz, wird dieser im Sichtfeld farblich hervorgehoben. Ein Bild des Artikels wird eingeblendet, um Verwechslungen auszuschließen.
- Bestätigung: Die Quittierung des Picks erfolgt entweder über die integrierte Kamera der Brille (Scan des Barcodes), per Sprachbefehl oder über ein Wearable.
Strategische Vorteile für die Intralogistik
Pick-by-Vision kombiniert die Vorteile von Pick-by-Voice und Pick-by-Light, ohne deren spezifische Nachteile:
- Hände-frei-Arbeiten (Hands-free): Mitarbeiter haben beide Hände frei für das Handling der Waren, was besonders beim Multi Order Picking oder schweren Gütern die Ergonomie und Geschwindigkeit verbessert.
- Minimale Fehlerrate: Durch die visuelle Einblendung des Produktbildes und die direkte Zielort-Markierung wird eine Null-Fehler-Kommissionierung nahezu erreicht.
- Reduzierte Einarbeitungszeit: Da das System intuitiv durch den Prozess führt, können neue Mitarbeiter oder Saisonkräfte ohne langwierige Schulungen sofort produktiv eingesetzt werden.
- Echtzeit-Datenfluss: Bestandsveränderungen werden sofort im System verbucht, was die Genauigkeit der Transportplanung erhöht.
Praxis-Relevanz 2026: Die intelligente Brille
Im Jahr 2026 hat sich die Technik hinter Pick-by-Vision massiv weiterentwickelt:
- Integrierte Indoor-Navigation: Brillen nutzen 2026 SLAM-Technologie (Simultaneous Localization and Mapping), um Mitarbeiter zentimetergenau zu führen, ohne dass zusätzliche Markierungen im Lager nötig sind.
- Qualitätssicherung per KI: Die Kamera der Brille erkennt 2026 automatisch Beschädigungen an der Verpackung oder identifiziert NiO-Teile bereits beim Pick-Vorgang.
- Vermeidung von No-Reads: Sollte ein Barcode verschmutzt sein, kann die Software in der Brille den Code 2026 digital rekonstruieren oder mittels Texterkennung (OCR) die Identität der Ladeeinheit bestätigen.
- Middleware als Enabler: Lösungen wie GM-DocuStream bereiten die komplexen Daten aus dem ERP-System so auf, dass sie latenzfrei und grafisch optimiert auf den Datenbrillen ausgegeben werden können.
Experten-Tipp: Achten Sie bei der Einführung auf den Tragekomfort und die Akkulaufzeit der Hardware. Im Jahr 2026 sind hybride Systeme Standard, bei denen die Rechenleistung auf ein Wearable am Gürtel ausgelagert wird, um die Brille leicht und für eine volle 8-Stunden-Schicht einsatzbereit zu halten.
Fazit
Pick-by-Vision transformiert das Lager im Jahr 2026 in eine hochperformante, digitale Umgebung. Durch die intuitive Unterstützung des Menschen durch Augmented Reality werden Fehler minimiert und die Durchlaufzeiten innerhalb der Logistikkette drastisch gesenkt. Es ist die Schlüsseltechnologie für Unternehmen, die höchste Qualität bei maximaler Flexibilität fordern.