Ein Fachbodenregal ist ein statisches Regalsystem, das primär für die Lagerung von nicht-palettierten Gütern, Kleinteilen, Kartons oder Behältern konzipiert ist. Es besteht aus vertikalen Rahmen und horizontalen Fachböden (meist aus Stahlblech oder Holzwerkstoffen), die in einem flexiblen Rastersystem eingehängt werden. In der Logistikkette des Jahres 2026 ist das Fachbodenregal die Basis für die manuelle Kommissionierung ("Person-zur-Ware") und findet sich in nahezu jedem Lager – vom Ersatzteillager bis zum E-Commerce-Distributionszentrum.
Das Fachbodenregal zeichnet sich durch seine modulare Bauweise aus. Es lässt sich meist werkzeuglos durch Stecksysteme montieren und erweitern.
Aufgrund seiner Vielseitigkeit deckt das Fachbodenregal ein breites Spektrum ab:
1. KommissionierlagerIn Versandlagern werden Fachbodenregale für Schnelldreher in Griffhöhe und weniger häufig benötigte Artikel in den oberen Ebenen genutzt. Die offene Bauweise ermöglicht einen schnellen Zugriff von beiden Seiten (Durchgreifregal).
2. Archivierung und WerkstattDurch die hohe Stabilität der Böden eignet es sich hervorragend für die Lagerung von Aktenordnern, schweren Werkzeugen oder unhandlichen Einzelkomponenten.
3. Mehrgeschossige RegalanlagenUm die Raumhöhe optimal zu nutzen, werden Fachbodenregale oft als mehrgeschossige Anlagen (Bühnensysteme) errichtet. Hierbei entstehen begehbare Ebenen, die die Lagerkapazität auf derselben Grundfläche vervielfachen.
Die Beliebtheit dieses Systems resultiert aus mehreren operativen Vorzügen:
Trotz seiner Flexibilität gibt es klare Grenzen für den Einsatz von Fachbodenregalen:
Im Jahr 2026 wird das Fachbodenregal zunehmend intelligent:
Wichtiger Sicherheitshinweis: Gemäß DIN EN 15635 müssen Fachbodenregale einmal jährlich einer Experteninspektion unterzogen werden. Beschädigte Rahmen oder durchgebogene Böden müssen umgehend getauscht werden, um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten.
Das Fachbodenregal bleibt auch in einer hochdigitalisierten Logistikwelt das unverzichtbare "Arbeitstier". Es bietet eine unerreichte Flexibilität bei geringen Investitionskosten. Werden die Belastungsgrenzen beachtet und moderne Assistenzsysteme integriert, ist es die ideale Lösung für ein effizientes und übersichtliches Kleinteilmanagement in der gesamten Logistikkette.