Der Begriff Kreuzverkupplung (auch als fiktive oder betriebliche Verkupplung bezeichnet) stammt aus dem Eisenbahnbetrieb und der Schienenlogistik. Er beschreibt einen spezifischen Zustand der Zugbildung, bei dem Wagen oder Wagengruppen in einer Weise zusammengestellt werden, die nicht der ursprünglichen Reihung oder dem direkten Bestimmungsort entspricht, sondern betriebliche Effizienzziele verfolgt. In der Logistikkette des Jahres 2026 ist die intelligente Kreuzverkupplung ein Instrument, um die knappen Kapazitäten im Schienennetz optimal zu nutzen.
Im Kern geht es bei der Kreuzverkupplung darum, Wagenladungsverkehre so zu bündeln, dass Rangieraufwände an Zwischenstationen minimiert werden:
Die Kreuzverkupplung findet vor allem in komplexen Netzwerken des Schienengüterverkehrs Anwendung:
1. Kombinierter Verkehr (KV)Im intermodalen Transport werden Einheiten aus verschiedenen Quellterminals an einem Hub kreuzverkuppelt, um einen voll ausgelasteten Hauptlauf zu realisieren. Dies ist essenziell für die Green Logistics, da es die Wirtschaftlichkeit der Schiene gegenüber dem Lkw erhöht.
2. EinzelwagenverkehrUm den Einzelwagenverkehr (EWV) im Wettbewerb zu halten, müssen Wagen aus unterschiedlichen Industrieanschlüssen schnell zu effizienten Fernzügen zusammengeführt werden. Die Kreuzverkupplung ermöglicht hierbei flexible Linienkonzepte.
3. BaustellenmanagementBei Streckensperrungen im Jahr 2026 wird die Kreuzverkupplung genutzt, um Umleitungsverkehre zu bündeln und die verbleibenden Trassenkapazitäten maximal auszuschöpfen.
Durch den Einsatz dieses Verfahrens ergeben sich direkte Vorteile für die gesamte Logistikkette:
Im Jahr 2026 wird das Konzept der Kreuzverkupplung durch Technologie revolutioniert:
Experten-Tipp: Achten Sie bei der Planung von kreuzverkuppelten Zügen auf die Kompatibilität der Bremssysteme und die maximal zulässige Zughakenlast. Fehlplanungen in der Reihung können dazu führen, dass Züge an Steigungen geteilt werden müssen, was den Zeitvorteil sofort zunichtemacht.
Die Kreuzverkupplung ist ein hochwirksames Instrument der operativen Eisenbahnlogistik. Sie ermöglicht es, die Vorteile der Massenleistungsfähigkeit der Schiene mit der notwendigen Flexibilität moderner Supply Chains zu verbinden. Im Jahr 2026 ist sie, unterstützt durch die DAK und intelligente Software, ein Grundpfeiler für einen leistungsfähigen und nachhaltigen Güterverkehr.