Die Lagernutzung beschreibt das Verhältnis zwischen dem tatsächlich genutzten Lagerraum und dem theoretisch verfügbaren Gesamtraum. In einer Zeit steigender Immobilienpreise und knapper Flächenressourcen im Jahr 2026 ist die Maximierung der Lagernutzung ein kritischer Erfolgsfaktor für das Supply Chain Management. Eine hohe Auslastung senkt die Fixkosten pro gelagerter Einheit und verbessert die Wirtschaftlichkeit der gesamten Intralogistik.
Um die Effizienz objektiv bewerten zu können, nutzt die Logistik spezifische Messgrößen:
1. Lagernutzungsgrad (Flächen- und Raumnutzung)Diese Kennzahl gibt an, wie viel Prozent der Bodenfläche oder des Raumvolumens tatsächlich durch Waren belegt sind. Ein niedriger Wert deutet auf zu breite Gänge oder ineffiziente Regalhöhen hin. Moderne Hochregaltechnik zielt darauf ab, diesen Wert durch vertikale Verdichtung zu maximieren.
2. LagerumschlagshäufigkeitSie gibt an, wie oft der durchschnittliche Lagerbestand in einer Periode komplett ersetzt wurde. Eine hohe Umschlagshäufigkeit reduziert die Kapitalbindung und das Risiko von Ladenhütern in der Logistikkette.
3. Flächen- und RaumnutzungsindexHierbei wird die Kapazität ins Verhältnis zur genutzten Technik gesetzt. In einem chaotischen Lagerungssystem (Freiplatzsystem) ist dieser Index meist deutlich höher als in Festplatzsystemen, da Lücken sofort neu belegt werden.
Die Steigerung der Effizienz erfordert eine Kombination aus baulichen und organisatorischen Maßnahmen:
[Image showing a vertical cross-section of a high-bay warehouse maximizing vertical space utilization]
Im Jahr 2026 erfolgt die Überwachung der Lagernutzung vollautomatisch und in Echtzeit:
Experten-Tipp: Streben Sie nicht nach einer 100-prozentigen Lagernutzung. Ab einem Nutzungsgrad von ca. 85 bis 90 % sinkt die operative Effizienz drastisch, da keine freien Plätze mehr für schnelle Umlagerungen oder unvorhersehbare Wareneingänge zur Verfügung stehen. Ein gewisser "Puffer" ist für eine agile Supply Chain lebensnotwendig.
Die Optimierung der Lagernutzung ist im Jahr 2026 eine datengetriebene Disziplin. Durch die Kombination aus moderner Regaltechnik und intelligenter Softwaresteuerung lassen sich Kapazitätsreserven heben, ohne die Hallenfläche physisch zu erweitern. Wer seine Kennzahlen versteht und technologische Innovationen nutzt, sichert sich eine hocheffiziente und skalierbare Logistikkette.