Die Lieferqualität beschreibt die Übereinstimmung der tatsächlich erbrachten Logistikleistung mit den im Vorfeld vereinbarten Anforderungen des Kunden. Sie ist ein zentraler Bestandteil des Supply Chain Managements und wirkt sich direkt auf die Kundenbindung und Wettbewerbsfähigkeit aus. Im Jahr 2026 wird Lieferqualität nicht mehr nur am Eintreffen der Ware gemessen, sondern an der Perfektion über die gesamte Logistikkette hinweg.
Lieferqualität setzt sich aus mehreren Leistungsversprechen zusammen:
Um die Qualität objektiv bewerten zu können, nutzt die Transportplanung spezifische Key Performance Indicators (KPIs):
1. Perfect Order Rate (Fehlerfreie Auftragsquote)Diese Kennzahl gilt als "Goldstandard" im Jahr 2026. Ein Auftrag gilt nur dann als perfekt, wenn er pünktlich, vollständig, unbeschädigt und mit korrekter Dokumentation (z. B. eCMR) zugestellt wurde.
2. Liefer-ServicegradDas Verhältnis der innerhalb der Lieferzeit erfüllten Aufträge zur Gesamtzahl der Aufträge. Ein Servicegrad von 95 % bis 99 % ist in vielen Branchen das Ziel.
3. Retourenquote aufgrund von FalschlieferungenGibt an, wie oft Kommissionierfehler in der Intralogistik zu Rücksendungen führen.
4. SchadensquoteDer prozentuale Anteil der Sendungen, die auf dem Transportweg beschädigt wurden. Besonders kritisch ist dies im Frigotransport, wenn die Kühlkette unterbrochen wurde.
Unternehmen setzen im Jahr 2026 auf technologische und organisatorische Hebel, um ihre Performance zu steigern:
Im Jahr 2026 ist Lieferqualität das Ergebnis einer datengesteuerten Supply Chain:
Experten-Tipp: Lieferqualität beginnt bereits bei den Stammdaten. Wenn die Gewichts- und Maßangaben in Ihrem System nicht korrekt sind, führt dies zwangsläufig zu Problemen bei der Transportplanung und Beladung, was die Lieferqualität am Ende der Kette negativ beeinflusst.
Die Lieferqualität ist im Jahr 2026 das wichtigste Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb. Wer seine Kennzahlen versteht und technologische Innovationen zur Fehlervermeidung nutzt, sichert sich nicht nur zufriedene Kunden, sondern reduziert auch die Kosten für Reklamationen und Retouren innerhalb seiner Logistikkette.