Die Kapazitätsplanung (Capacity Planning) ist der Prozess der Bestimmung und Abstimmung der benötigten Ressourcen (Personal, Fuhrpark, Lagerfläche), um die aktuelle und zukünftige Nachfrage im Supply Chain Management zu decken. Ziel ist es, Engpässe zu vermeiden und gleichzeitig die Kosten durch Unterauslastung zu minimieren. In der Logistikkette des Jahres 2026 ist eine dynamische Kapazitätsplanung der entscheidende Faktor für die Resilienz gegenüber Marktschwankungen.
Je nach Planungshorizont kommen in der Transportplanung unterschiedliche Methoden zum Einsatz:
1. Strategische Kapazitätsplanung (Langfristig)Hierbei geht es um grundsätzliche Investitionen, wie den Bau neuer Lagerstandorte mit Hochregaltechnik oder die langfristige Dimensionierung der Lkw-Flotte.
2. Taktische Planung (Mittelfristig)Abstimmung der Kapazitäten auf saisonale Schwankungen (z. B. Weihnachtsgeschäft). Instrumente sind hier der Einsatz von Leihpersonal oder die kurzfristige Anmietung von Laderaum über eine Internet-Frachtenbörse.
3. Operative Kapazitätsplanung (Kurzfristig)Die taggenaue Zuweisung von Ressourcen zu Aufträgen. Dies beinhaltet die Schichtplanung im Lager oder die Zuteilung von Fahrzeugen für die Heckbeladung basierend auf dem aktuellen Sendungsvolumen.
Um den Erfolg der Planung messbar zu machen, nutzt das Management im Jahr 2026 spezifische Kennzahlen:
Im Jahr 2026 hat sich die Kapazitätsplanung von statischen Excel-Listen zu hochdynamischen Systemen entwickelt:
Experten-Tipp: Planen Sie niemals auf 100 % Auslastung. Ein Puffer von 10–15 % ist in der Logistik essenziell, um auf unvorhersehbare Störungen in der Logistikkette reagieren zu können, ohne dass die Liefertermine gefährdet werden.
Die Kapazitätsplanung ist das Herzstück einer wirtschaftlichen Logistik. Im Jahr 2026 sichert sie nicht nur die Wirtschaftlichkeit durch optimale Ressourcennutzung, sondern ist durch den Einsatz von KI und Echtzeitdaten das wichtigste Instrument für eine agile und kundenorientierte Supply Chain.